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CorpLife: tecnet equity investiert halbe Million Euro in das niederösterreichische Startup

Wolfgang Weil (CSO), Lucia Nowak (CPO) und Mario Nowak (CEO) von CorpLife. © CorpLife
Wolfgang Weil (CSO), Lucia Nowak (CPO) und Mario Nowak (CEO) von CorpLife. © CorpLife

Du hast es vielleicht noch unter Mitarbeiter-Benefits abgespeichert, aber CorpLife (also „Leben im Unternehmen“) steht mittlerweile für deutlich mehr. „Eigentlich ist es eine HR-Software abseits von Recruiting, mit der man Mitarbeiterbonifikationen genauso abwickeln kann wie Reisekosten- und Spesenabrechnung oder Essenszuschüsse“, sagt Mario Nowak, der das Startup 2015 gemeinsam mit Lucia Nowak und Wolfgang Weibl gründete. Mittlerweile zählt man 150 Kunden, darunter Erste Bank, A1 oder Siemens.

Nun folgt der nächste Schritt. tecnet equity, spezialisiert auf die Finanzierung junger Technologieunternehmen, hat in einer neuen Finanzierungsrunde etwas mehr als eine halbe Million Euro in CorpLife investiert. Mit der Finanzierung soll die hausinterne Entwicklungsabteilung ausgebaut und der geplante Markteintritt in Deutschland auf Schiene gebracht werden, heißt es seitens Nowak. Für CorpLife ist es nach der Finanzierungsrunde 2018, als man 430.000 Euro über das PrimeCrowd-Investoren-Netzwerk aufnahm, das nächste große Investment.

Marktplatz und SaaS-Modell

Das Geschäftsmodell von CorpLife setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen – einerseits ein SaaS-Modell für die Nutzung der Software mit verschiedenen Funktionen, andererseits ein Online-Marktplatz, in dem Anbieter von Hotels und Co. um die Gunst der Mitarbeiter der angeschlossenen Unternehmen buhlen können. „Der Kunde kann modular auswählen, welche Bausteine er will“, sagt Nowak. Das böte viel Raum für Cross- und Upselling. Derzeit etwa seien die neuen Module für Reisekosten- und Spesenabrechnung groß im Kommen.

Bis Ende 2021 will CorpLife den Jahresumsatz auf mehr als drei Millionen Euro heben. 2018 knackte man erstmals die Million, dieses Jahr soll es Corona-bedingt etwas mehr als eine Million werden. Nowak: „Natürlich sind auch bei uns die Umsätze durch die Lockdowns eingebrochen. Im September sind wir aber wieder auf Normalniveau. Eine zweite Welle wird nicht mehr so krass, weil viele jetzt auf der Suche nach digitalen Lösungen sind und das auch uns einen Push gibt.“ Für den COVID-Startup-Hilfsfonds sei man aber um einige Wochen zu spät dran gewesen – die Hilfsgelder daraus waren schneller weg als viele dachten.

Große Finanzierungsrunde 2021 geplant

„CorpLife besitzt eine herausragende Firmenkultur, die Erfolge und Spitzenleistungen des gesamten Teams möglich macht. Mario Nowak und seinen Mitgründern ist es gelungen, nicht nur alle Mitarbeiter für CorpLife zu begeistern, sondern auch eine beeindruckende Anzahl an Firmenkunden zu gewinnen. Wir sehen ein hohes Skalierungs- und Internationalisierungs-Potenzial, das nun mit unserem Investment realisiert wird“, heißt es seitens Doris Agneter, CEO von tecnet equity.

Das Startup hat seinen Hauptsitz in Klosterneuburg in Niederösterreich und besteht derzeit aus 26 Team-Mitgliedern. Und die Reise ist noch lange nicht zu Ende. Nowak: „Wir bereiten eine große Runde für 2021 vor.“

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