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China

Der Coronavirus trifft auch die westliche Tech-Industrie

Mann mit Gesichtsmaske in Hongkong. © Photo by Free To Use Sounds on Unsplash
Mann mit Gesichtsmaske in Hongkong. © Photo by Free To Use Sounds on Unsplash

Der Coronavirus hält die Welt in Atem. Mehr als 7.700 infizierte Personen, 170 bestätigte Todesfälle und weiterhin kein Gegenmittel gegen die Lungenerkrankung mit möglichem tödlichen Ausgang. „2019-nCoV“, wie die WHO den  Verwandter des MERS- und des SARS-Coronavirus taufte, hat mit seiner Ausbreitung vor allem in China nun auch Auswirkungen auch viele große Tech-Unternehmen, die in dem Land tätig sind.

Google

Auch wenn die Suchmaschine nicht im größten Internet-Land der Welt zugänglich ist, hat Google doch Mitarbeiter im Land, um vor Ort Sales zu machen bzw. Engineering zu erledigen. Der Internet-Riese hat seine Mitarbeiter angewiesen, bis auf weiteres nicht mehr nach China und Hongkong zu reisen. Mitarbeiter im Land wurden angewiesen, auszureisen oder von zu Hause zu arbeiten.

Facebook

Auch Facebooks Dienste sind inklusive WhatsApp und Instagram in China gesperrt. Doch im Land gibt es einige Mitarbeiter, die für den Verkauf der VR-Brille Oculus zuständig sind. Diese wurden Fon facebook als erster IT-Riese, der auf den Coronavirus reagierte, angewiesen, nicht unbedingt notwendige Reisen in das Land zu vermeiden bzw. von zu Hause zu arbeiten.

Tesla

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat in nur einem Jahr eine eigene Fabrik in Shanghai errichtet, um dort Model 3 für den chinesischen Markt zu produzieren. Der Ausbruch des Coronavirus hat Tesla dazu genötigt, diese Fabrik bis auf weiteres zu schließen, was die Produktion der Autos verzögern wird.

Für bestehende Kunden hat Tesla die Supercharger im Land kostenlos gemacht. So sollen Menschen etwa in der Region Wuhan gratis Strom laden können, um „besser durch die schwere Zeit zu kommen“. Neben Tesla gibt es eine Reihe von Autoherstellern, die in China produzieren (z.B. GM, Toyota, Peugeot) und ihre Fabriken zeitweise stillstehen lassen. Gerade die Region Wuhan, in der der Coronavirus ausgebrochen ist, ist ein wichtiger Standort für die Autoindustrie.

Apple

Auch für Apple könnte die Ausbreitung des Coronavirus Auswirkungen auf die Produktion von iPhones oder iPads geben – schließlich werden fast alle Geräte des iKonzerns in China produziert. Bei der Präsentation der neuesten Quartalszahlen wurde auch kommuniziert, dass es möglicherweise notwendig werde, alternative Quellen anzuzapfen. Einige Betriebe, die Apple zuliefern, befinden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan. Möglich ist also, dass der Virus die Präsentation eines geplanten, günstigen iPhone SE2 verzögern könnte. Dessen vermutete Präsentation im März ist aber noch gar nicht offiziell bestätigt.

Außerdem hat der Konzern einen Apple Store in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land stark reduziert, sagte Apple-Chef Tim Cook zu Analysten. weitere Effekte: Viele chinesische Einzelhändler, die als Partner Geräte für Apple vertreiben, haben ihre Geschäfte geschlossen oder zumindest die Öffnungszeiten verkürzt.

Microsoft & Amazon

Wie auch Google oder Facebook haben die beiden IT-Riesen aus Seattle Mitarbeiter angewiesen, dass Land zu verlassen oder von zu Hause zu arbeiten. Amazon hat notwendige Business-Reisen in das Land aber nicht komplett untersagt.

Baidu, Alibaba & Tencent

Auch die drei großen Internet-Konzerne Chinas (gerne als BAT abgekürzt) mussten auf die Ausbreitung des Virus reagieren. Sie haben ihre Mitarbeiter angewiesen, bis frühestens 7. Februar von zu Hause zu arbeiten. Auch Bytedance, Macher der Erfolgs-App TikTok, hat ähnliche Maßnahmen gesetzt. Bei vielen Menschen, vor allem in Wuhan, ist die Angst vor einer Ansteckung groß – viele Städte wirken mittlerweile wie verlassen, Shops haben geschlossen. Für Software-Firmen können Menschen immerhin weiter remote von zu Hause aus arbeiten.

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