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Corona-Krise: Crowdinvesting-Plattform Conda verzichtet jetzt auf Margen

Daniel Horak von Conda. © Conda
Daniel Horak von Conda. © Conda

Unter http://conda-hilft.at hat die österreichische Crowdinvesting-Plattform Conda eine neue Landing Page aus den Boden gestampft, die sich direkt an von der Corona-Krise betroffene Unternehmen richtet. Diesen wird jetzt ein Tool angeboten, um schnell Kapital in Form von Nachrangdarlehen nach dem AltFG von Unterstützern aufnehmen zu können. Conda, eine Tochter von startup300, stellt bei solchen Crowdinvesting-Kampagnen die technische Infrastruktur, das rechtliche Regelwerk (Standardverträge für die AltFG-konforme Aufnahme von nachrangigen Darlehen bis zu 1,99 Mio. Euro) und den Support bereit.

Und: „Wir wollen einen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten leisten und werden bei Kampagnen von Corona-betroffenen Unternehmen auf unsere Marge verzichten”, so Daniel Horak von Conda. Bei solchen neuen Kampagnen soll es außerdem möglich sein, die Zinsen und Rückzahlung auch in Form von Naturalzinsen (z.B. Gutscheine) beziehungsweise Leistungen und Produkten strukturieren zu können. “Conda stellt ein Instrument zur Verfügung, um eine Zwischenfinanzierung korrekt und rechtlich sicher abzuwickeln“, so Horak weiter. „Es geht darum, von einigen wenigen Unterstützern die vielleicht wenigen zehntausend Euro zu bekommen, die einem kleinen Unternehmen das Überleben in der Corona-Krise garantieren können.”

Auch diskrete Zwischenfinanzierungen

Innerhalb von wenigen Tagen soll eine Kampagne nach einem positiven rechtlichen Check bereits online gehen können. Eine Crowd-Kampagne muss dabei nicht öffentlich stattfinden. “Wir gehen davon aus, dass nicht alle Unternehmer für alle sichtbar über notwendige Zwischenfinanzierungen reden wollen. Deshalb haben wir uns entschieden, anders als im normalen Crowdinvesting-Betrieb, bei Conda hilft eine diskrete Abwicklung zu ermöglichen”, so Horak.

Corona-betroffene Unternehmen, die die Crowdinvesting-Plattform einsetzen möchten, können dies zu Selbstkosten – das sind drei Prozent der Finanzierungssumme – tun. Für eine „Conda hilft“-Kampagne muss das Unternehmen eine in Österreich gültige Rechtsform (z.B. OG/KG/AG/GmbH) besitzen, theoretisch sind nach gesonderter Prüfung auch für Einzelunternehmen Kampagnen möglich. Conda benötigt jedenfalls die Bilanzen der letzten 3 Geschäftsjahre, einen Business-Plan sowie einen Finanzplan für die nächsten 3 Jahre.

Für Unternehmen, die eine solche Kampagne durchführen wollen, um schnell Kapital aufzunehmen, kommen folgende Kosten zu: Drittkosten etwa für den Payment-Provider, die rechtliche Prüfung der AltFG Unterlagen, die Erstellung der Kampagnen-Unterlagen und den technischen Setup sowie die eigenen Kosten etwa für Mitarbeiter. Außerdem wird von Conda ein Mindestbetrag von 500 Euro verrechnet, die vom eingesammelten Kapital einbehalten werden. Für die laufende Investorenbetreuung werden während der Laufzeit außerdem 0,25 Prozent des gesammelten Kapitals jährlich im Voraus verrechnet.

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