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Conda bringt erstmals Aktien einer österreichischen AG auf die Blockchain

Conda-Gründer Daniel Horak und Paul Pöltner. © Conda
Conda-Gründer Daniel Horak und Paul Pöltner. © Conda

Die Crowdinvesting-Plattform Conda will Firmen und Investoren die Übertragung von Namensaktien erleichtern. Zu diesem Zweck sollen die Aktien mittels Blockchain digitalisiert werden. „Will ein Unternehmen seine Aktien auf der Blockchain verwalten, stellen wir den Token dafür zur Verfügung“, erklärt Conda-Co-Founder Paul Pöltner in Gespräch mit Trending Topics. „Die Anzahl der Aktien entspricht der Anzahl der Token“. Dadurch kann die Firma einerseits das Aktienregister leichter verwalten und Gesellschafter ihre Aktien leichter übertragen.

Die „Tokenisierung“ der Unternehmensaktien bringt vor allem beim Crowdinvesting Vorteile: „Durch die Abbildung auf der Blockchain können wir jetzt tatsächliche Equity-Beteiligungen an Unternehmen umsetzen“, so Pöltner, denn bisher handelte es sich bei Conda vor allem um Nachrang-Darlehen. Auch internationale Beteiligungen seien jetzt einfacher und günstiger durchführbar. „Wenn man zB zehn Conda-Aktien zeichnet, bekommt man in sein Ethereum-Wallet zehn Aktien-Token“, erklärt der Conda-Gründer.

Rechtlich eine Herausforderung

Konkret funktioniert die Lösung so: Bei Übertragung eines Tokens von einem Aktionär auf eine andere Person kommt es zum Eintrag in der Blockchain. Auf dieser Basis kann das Unternehmen die Eintragung im Aktienbuch der Gesellschaft vornehmen. Die Umsetzung sei vor allem rechtlich eine Herausforderung gewesen. Die Wiener Kanzlei Schönherr hat sich um die rechtliche Implementierung der „Digitalisierung“ von Aktien  und Fragen zur Segmentierung von Namensaktien in Form von Token gekümmert.

Als „out of the box“-Lösung für Firmen

Quasi als erstes Fallbeispiel hat die Conda AG selbst ihre Aktien als Token umgesetzt. Pöltner: „Wir haben nur unser Aktienbuch auf die Blockchain gebracht und wollen auf diesem Weg kein Kapital aufnehmen“. In weiterer Folge soll für Conda-Kunden aber genau das möglich sein. „Wenn jemand seine AG tokenisieren will, bekommt die Firma das als „out of the box“-Lösung und kann sie sofort verwenden“, erklärt Conda-Mitbegründer Daniel Horak. Das wiederum soll dann die Aufnahme von Kapital über Crowdinvesting erleichtern.

Push für den Conda-ICO

Das aufwändige Projekt hat für Conda noch einen weiteren Nutzen. Will eine Firma die Unternehmensaktien als Token ausgeben, fallen dabei Gebühren an, die bei Conda nur mit den CRWD-Token beglichen werden können. Ist das Interesse an der Aktien-Digitalisierung groß, wäre das also ein starker Push für den ICO von Conda. Nach dem Pre Sale, bei dem rund eine Million Token augegeben wurden, hat Conda den ICO vorerst gestoppt. Wann der Public Sale starten soll, steht noch nicht fest. „Wir wollten jetzt einmal zeigen, was wir können und wie weit wir sind. Wenn wir zwei, drei Projekte umgesetzt haben, startet in einem weiteren Schritt der Public Sale des ICOs“, so Horak. Drei größere Projekte stehen laut den beiden Gründern bereits vor der Umsetzung.

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