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Cointed stellt ersten Two-Way-Bitcoin-Automaten im Wiener Hotel Schani auf

Das Hotel Schani am Wiener Hauptbahnhof ist Europas erstes CoWorking-Hotel. © Hotel Schani
Das Hotel Schani am Wiener Hauptbahnhof ist Europas erstes CoWorking-Hotel. © Hotel Schani

Benedikt Komarek, der Geschäftsführer des Wiener Hotel Schani, geht gerne neue Wege. Seit einiger Zeit richtet er sein Angebot an ein digitalaffines Publikum. Sein Hotel ist das erste CoWorking-Hotel Europas mit eigener App, einzeln buchbaren Arbeitsplätzen und Online-CheckIn. Jetzt steht im Foyer des Hotels in der Nähe des Hauptbahnhofs ein Two-Way-ATM für Bitcoin. Sprich: man kann gleichzeitig Bitcoin kaufen und verkaufen. Seit April 2016 können Gäste an der Bar und im Greissler Hotelshop mit Bitcoin bezahlen, ab Herbst sollen auch die Zimmerrechnungen mit der Digitalwährung beglichen werden können. Komarek und sein Team arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.

„Bitcoin hat keine Laufkundschaft“

Solche Kooperationen sind extrem wichtig für die Firma Cointed. „Bitcoin hat keine Laufkundschaft“, sagt Gründer Wolfgang Thaler. Bislang stehen seine rund 30 Automaten, die auf Österreich, Ungarn, Frankreich und Spanien verteilt sind, in einer Handybörse, einem Wettbüro, einem Heurigen und sogar in  einem Surfshop. Die ungewöhnlichen Standorte erklärt Thaler damit, dass „Menschen die ATMs gezielt aufsuchen und daher der Standort nebensächlich sei. „Öffnungszeiten und die Parksituation seien relevanter“ als die Prominenz des Ortes. Deshalb macht die Kooperation mit dem Hotel Schani für beide Seiten Sinn. Für die getätigten Transaktionen nimmt Cointed eine Gebühr, die zwischen 4 und 4,5 Prozent liegen. „Die Transkationsgebühren in Österreich liegen im unteren Mittel. Internationaler Durchschnitt sind 8,2 Prozent“, sagt Thaler.

Rechtliche Situation: Expansion nach Asien

Die Firma bastelt seit 2015 an Automaten, die Bitcoin – sowohl für Verbraucher als auch Händler – leichter zugänglich machen soll. Seit einiger Zeit forciert Cointed das Geschäft im asiatischen Raum. In China, der Türkei und Japan wurden aufgrund der entspannteren rechtlichen Situation Tochterfirmen gegründet. In Japan wurde beispielsweise Bitcoin vor einigen Monaten als Zahlungsmittel zugelassen. Die ATMs sind nur eine Säule des Geschäftsmodells: Daneben bietet das Startup eine eigene Handelsplattform für Bitcoins, Ether-Mining und Bezahlschnittstellen für den Einzelhandel. Diese Schnittstelle sind insofern schwer interessant, weil mit dem QR-Code der Wallet direkt am Laden bezahlt werden kann.

In Kürze: Green Mining und Multi Currency Debit Card

In den kommenden Monaten will Cointed auch eine „Multi Currency Debit Card“ auf den Markt bringen, mit der Cointed-Kunden ihre Kryptowährungen bequem und direkt beim Einkauf in herkömmliche Währungen zum aktuellen Kurs tauschen können. 10 verschiedene Kryptowährungen sollen gelistet sein. Beim Kauf mit der Kreditkarte wird der betreffende Betrag von Cointed abgebucht und in Echtzeit in Fiat-Geld getauscht. Zudem wird das Mining-Angebot komplett auf erneuerbare Energien umgestellt. Seit 2016 arbeitet Cointed mit Crypto Unity zusammen, die „Green Mining“ mit Rigs aus österreichischer Fabrikation und Strom aus österreichischen Kleinwasserwerken anbieten.

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