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Coca-Cola steigt beim Wiener Online-Supermarkt Alfie’s ein

© Coca Cola HBC Austria
© Coca Cola HBC Austria

Mit einem kleinen Einkaufswagen am Dach als Dekoration fahren sie seit mehreren Jahren durch die Straßen Wiens und beliefern Kunden mit Gemüse, Fleisch, Getränken, Milch, Brot oder Drogerieprodukten – und zwar zu Supermarktpreisen und innerhalb von zwei Stunden. Genau, wir reden von Alfie’s, dem Online-Supermarkt, den Thomas Ecker und Gerald und Gunther Michl im Jahr 2016 gestartet haben.

Nun haben die drei Gründer einen neuen Shareholder an Bord geholt – und zwar Coca-Cola HBC Österreich. Diese ist nun mit 20 Prozent an dem Startup beteiligt – der Rest der Anteile verteilt sich gleichmäßig auf die Gründer. Es gibt auch gleich ein erstes gemeinsames Projekt: Wenn Kunden Römerquelle PET-Flaschen bestellen (Römerquelle gehört zu Coca-Cola), erhalten sie ein Recycling-Sackerl dazu, das bei der nächsten Zustellung mit den darin gesammelten leeren PET-Flaschen wieder mitgenommen und dann dem getrennten Sammelsystem zugeführt wird.

Coca-Colas zweites Startup-Investment

Für Coca-Cola in Österreich ist es nicht das erste Startup-Investment. Wie berichtet ist Coca-Cola HBC Österreich mit 25 Prozent auch beim Wiener Startup getsby eingestiegen. Dieses will die Gastronomie digitalisieren und mit einer Speisekarte am Smartphone das Bestellen und Bezahlen von Speisen im Lokal oder beim Take-Away vereinfachen.

Coca-Cola ist ein sehr wichtiger Zulieferer für die Gastronomie-Branche und mit seinen Getränke-Portfolio ein wichtiger Teil eines jeden Supermarkts. Sich im Krisenjahr 2020 nach neuen Vertriebskanälen in beiden Bereichen, die digital getrieben sind, umzusehen, ist nur logisch.

Geschäft mit Potenzial und Risiken

Mit Alfie’s hat der Großkonzern nun ein Startup gefunden, dass sich seit mehreren Jahren am schwierigen Markt für Online-Supermärkte durchsetzen konnte. Supermarkt-Lieferdienste wie Zuper oder Yipbee wurden in Österreich vor einigen Jahren wieder eingestellt, während neben den großen Handelsketten auch etwa Mjam zuletzt damit begonnen hat, Lebensmittel zu liefern (Trending Topics berichtete). In Salzburg startete zudem zuletzt Marktninjas, die mit Fahrrad und E-Lieferwagen zustellen.

Wie groß ein solches Geschäft werden kann, zeigt das deutsche Beispiel Flaschenpost. Dieses hat sich anfangs auf die Zustellung von Getränkekisten (Bier, Mineralwasser, etc.) spezialisiert und ist auf enorm hohe Nachfrage gestoßen. Mittlerweile ist das Angebot auch auf Lebensmittel und Haushaltsprodukte angewachsen – und schließlich hat der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker für eine kolportierte Milliarde Euro zugeschlagen (Trending Topics berichtete).

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