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ClassPass: Fitness-Abo-Startup aus den USA tritt in Österreich gegen myClubs an

ClassPass-Gründerin Payal Kadakia und CEO Fritz Lanman. © ClassPass
ClassPass-Gründerin Payal Kadakia und CEO Fritz Lanman. © ClassPass

Solltest du in Wien leben, dann hast du es vielleicht schon bemerkt. Das US-Unternehmen ClassPass, das Zugang zu Fitnesskursen gegen ein Monatsabo verspricht, bewirbt seinen Marktstart in Österreich derzeit ziemlich aggressiv auf Social Media. Das Unternehmen wurde 2013 von Payal Kadakia in New York gegründet und hat eigenen Angaben zufolge weltweit rund 30.000 Partner-Studios, an die Nutzer vermittelt werden.

Das Konzept: Gegen eine Monatsgebühr kann man bei Partnerstudios an Yoga-, Pilates- oder anderen Fitnesskursen teilnehmen – auch einige Poledance-Angebote finden sind derzeit in Wien. „In den letzten 18 Monaten sind wir von vier Ländern auf fast dreißig Länder angewachsen und sind heute in 2.500 Städten weltweit erhältlich“, heißt es seitens ClassPass gegenüber Trending Topics. Ob man nach Wien auch in andere Städte wie Graz oder Linz kommen wird, wird derzeit noch nicht verraten. Laut ClassPass gibt es in Wien derzeit 65 Studios bzw. Kursanbieter, die man über ClassPass buchen kann. In der Suche werden derzeit aber nur 51 Studios bzw. Anbieter gelistet. 2020 sollen mehr Partner dazukommen, heißt es auf Anfrage.

myClubs in Wien mit 400 Locations

Das US-Unternehmen, das von Investoren in mehreren Runden satte 240 Millionen Dollar an Investment bekommen hat, tritt in Wien gegen das Startup myClubs rund um CEO und Gründer Tobias Homberger an. Dieses ist bereits vor mehreren Jahren gestartet und expandierte 2018 durch die Übernahme von GymHopper in die Schweiz. „myClubs entwickelt sich sehr stark – wir sind also happy. In Wien und Umgebung haben wir derzeit über 400 Locations exklusiv unter Vertrag und es kommen wöchentlich neue dazu“, so Homberger gegenüber Trending Topics.

Ob sich ClassPass gegen den Lokalmatador durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Mit einem Startangebot (1 Monat kostenlose Nutzung) wird derzeit versucht, möglichst viele Neukunden zu gewinnen. Via Google-Werbung wird derzeit auch versucht, Menschen, die nach myClubs suchen, abzufangen.

Preislich gibt sich ClassPass jedenfalls kompetitiv: Das günstigste Paket beläuft sich auf 35 Euro pro Monat, mit dem dann enthaltenen Guthaben kann man bis zu sechs Kurse pro Monat buchen. myClubs ist eine Spur teurer: Für 39 Euro pro Monat bekommt man vier Kurse pro Monat. Auch die anderen Pakete sind beim US-Herausforderer niedriger bepreist. Der Vorteil von myClubs liegt aber derzeit eindeutig beim viel breiteren Angebot. Das ClassPass-Abo dürfte wiederum für Vielreisende interessanter sein, weil man sein Guthaben (man kauft sich Credits) auch in den anderen Ländern gegen Kurse eintauschen kann.

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