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China geht mit Verboten für Finanzindustrie hart gegen Kryptowährungen vor

Eingang zur Verbotenen Stadt in Peking, China. © Nick Fewings on Unsplash
Eingang zur Verbotenen Stadt in Peking, China. © Nick Fewings on Unsplash

Der neuerliche harte Preissturz von Bitcoin, Ethereum und Co. von Dienstag auf Mittwoch hat seine Hauptursache in Asien, genauer gesagt China. Denn dort geht die Regierung aktuell hart gegen den Einsatz von Krypto-Assets und hat über Organisationen sowohl Bevölkerung als auch Unternehmen davor gewarnt, Krypto-Zahlungen zu machen bzw. anzubieten.

Konkret haben die National Internet Finance Association of China, die China Banking Association und die Payment and Clearing Association of China via Social Media ein neues Verbot für Finanzinstitute und Zahlungsunternehmen, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungstransaktionen anzubieten, kommuniziert. Auch die chinesische Zentralbank (People’s Bank of China, PBOC) hat die Warnung an den Markt verbreitet. Verbraucher wurden auch davor gewarnt, Investments in Kryptowährungen zu machen – sie hätten keinen Schutz vor Verlusten.

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„Störung der Wirtschaftsordnung“

„In letzter Zeit sind die Preise für Kryptowährungen in die Höhe geschossen und wieder gefallen, und der spekulative Handel mit Kryptowährungen hat wieder zugenommen, was die Sicherheit des Eigentums der Menschen ernsthaft beeinträchtigt und die normale Wirtschafts- und Finanzordnung stört“, heißt es in dem offiziellen Statement, das von den staatsnahen Organisationen in Umlauf gebracht wurde.

In China gilt seit 2019 ein Verbot für den Handel mit Krypto-Assets, 2017 wurde bereits gegen ICOs vorgegangen. Doch Online-Nutzer haben trotzdem Wege und Plattformen gefunden, um das zu tun. Aus China stammende Exchanges wie Huobi oder OKEx haben sich andere Standorte gesucht, während etwa Binance oder MCX es Chinesen trotz allem ermöglichen, relativ einfahc Accounts zum Traden zu eröffnen.

Während der chinesische Staat den Start seiner eigenen Digitalwährung vorbereitet (Trending Topics berichtete), gehen die Behörden nun künftig offenbar noch strikter gegen Krypto-Assets vor, die von dezentralen Netzwerken, Stiftungen oder Unternehmen aus dem Ausland herausgegeben werden. Zudem versucht der chinesische Staat auch große Fintechs (Ant Group) und Internet-Plattformen (Alibaba, Tencent) stärker unter Kontrolle zu bringen.

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Hunderte Milliarden Euro über Nacht weg

Die Preise von Krypto-Assets haben nach Einbrüchen in den vergangenen Wochen neuerlich reagiert. Die Marktkapitalisierung aller Krypto-Assets ist in den vergangenen 24 Stunden um satte 15 Prozent eingebrochen. Bitcoin steht aktuell mit etwa 15 Prozent im Minus, Ethereum sogar mit 22 Prozent. Auch alle anderen Krypto-Werte liegen zwischen zehn und 20 Prozent deutlich im Minus. Seit gestern wurden damit etwa 300 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung vernichtet.

Die negativen Nachrichten aus China könnten auch Einfluss auf westliche Regierungen haben, die zuletzt eher Krypto-freundlich unterwegs waren. Doch immer mehr Staaten, darunter etwa die Türkei, Indonesien oder Südkorea, haben oder werden mit Verboten für den Krypto-Handel oder neuen Steuern reagieren. Dazu kommen viele andere Probleme, die nicht nur Bitcoin, sondern auch Assets wie Tether und XRP oder die große Exchange Binance betreffen, sowie der große Einfluss von Elon Musk, der mit Tweets offenbar zur Preisentwicklung maßgeblich beitragen kann.

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