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Chemie-Nobelpreis geht an die Entwickler der Lithium-Ionen-Batterie

John B. Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino. © Nobel Media.
John B. Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino. © Nobel Media.

Elektroautos, Zahnbürsten, Smartphones, Tablets, Notebooks – sie stecken heute nahezu überall drin. deswegen sind heute die drei wichtigsten Entwickler der Lithium-Ionen-Batterie mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Der US-Amerikaner John Goodenough, der Brite Michael Stanley Whittingham und der Japaner Akira Yoshino sind jene drei Wissenschaftler, die der Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften zufolge wesentlich zu einer „wiederaufladbaren Welt“ beigetragen haben und eine Gesellschaft ohne fossile Brennstoffe ermöglicht. Die Auszeichnung ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (etwa 830.000 Euro) dotiert, die drei Gewinner teilen sich das Preisgeld.

Der Grundstein für den Lithium-Ionen-Akku wurde während der Ölkrise in den 1970ern gelegt. Der Brite Stanley Whittingham arbeitete damals an Technologien, die ohne fossile Brennstoffe auskommen. Bei der Erforschung von Supraleitern entdeckte er ein extrem energiereiches Material (Titandisulfid), mit dem er eine neuartige Kathode für die Lithium-Batterie herstellte.

„Beitrag für eine nachhaltige Zukunft“

Der US-Amerikaner John Goodenough forschte weiter an dem Thema und kam zu dem Schluss, dass man Metalloxid anstelle von Metallsulfid verwenden sollte, weil die bisherigen Batterien zu explosiv waren. 1980 zeigte er, dass Kobaltoxid mit eingelagerten
Lithium-Ionen bis zu vier Volt erzeugen können – eine wichtige Voraussetzung für leistungsstarke Batterien.

Wiederum auf dieser Basis entwickelte schließlich der Japaner Akira Yoshino die erste kommerziell nutzbare Lithium-Ionen-Batterie, die 1985 vorgestellt und dann 1991 erstmals auf den Markt kam – damals war übrigens Sony der erste Konzern, der die Batterie am Markt anbot. „Lithium-Ionen-Akkus können einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten“, sagte Yoshino im Zuge der Preisverkündung. Dazu ist aber auch zu sagen, dass der Abbau von Kobalt und Lithium, zwei wesentliche Elemente für die Herstellung von Akkus, nicht unproblematisch ist.

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