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Cerealia: Schweizer Startup handelt Mais als NFT

Mais: Cerealia verwandelt Getreide in NFTs © Couleur / Pixabay
Mais: Cerealia verwandelt Getreide in NFTs © Couleur / Pixabay

Non-Fungible Tokens (NFTs) liegen momentan auf dem Krypto-Markt massiv im Trend. Häufig beziehen sich die Blockchain-Eigentumsbeweise auf digitale Kunstwerke (Trending Topics berichtete). Das Schweizer Blockchain-Startup Cerealia will in einem Pilotprojekt aber NFTs für den Handel mit Mais verwenden. Indem Firmen Getreide-Transaktionen durch virtuelle Token durchführen, können sie sich laut dem Jungunternehmen viel bürokratischen Aufwand ersparen.

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Cerealia preist Blockchain-Transparenz an

Der Cerealia-Token repräsentiert 30.000 Tonnen Zuckermais aus Mexiko. Die Ware gehört dem Handelsunternehmen Mercanta. Interessenten können den Mais über die Blockchain-Plattform von Cerealia kaufen, ohne dabei Handelsdokumente ausfüllen zu müssen. „Mit dem Token ist der Handel ganz einfach. Er eröffnet außerdem für andere Player die Möglichkeit zu handeln, wie beispielsweise für Hedgefonds, Banken oder Investoren“, zitiert Bloomberg Filipe Pohlmann Gonzaga, den Chief Operating Officer bei dem Startup.

Im November 2020 ist die Blockchain-Plattform von Cerealia gestartet. Das Jungunternehmen rühmt sich damit, seither den Handel mit sechs Millionen Tonnen Getreide verwaltet zu haben. Die digitalen Transaktionen seien auch ein Vorteil für die Konsumenten, die dadurch genauer einsehen können, wo Nahrungsmittel genau herkommen. Außerdem sei so ein fairer und transparenter Preisvergleich zwischen Anbietern möglich.

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Finanzwelt soll an Handel teilnehmen

Momentan können auf der Plattform nur bilaterale Transaktionen zwischen Getreidehändlern stattfinden. Doch die NFTs sind für Cerealia der erste Schritt zu einem neuen System, mit dem Anleger aus der Finanzwelt direkt am Handel teilnehmen, ohne dabei in die physische Lieferung der Waren involviert sein zu müssen.

Nach eigenen Angaben ist Cerealia mittlerweile in 30 weltweiten Ländern aktiv. Hat sich das Geschäft anfangs auf den Raum um das Schwarze Meer beschränkt, handeln unter anderem Anbieter aus Mexiko, Brasilien oder Ägypten über die Plattform. In Zukunft will die Firma ihr Geschäft auch auf Singapur und Afrika ausweiten.

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