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Celeris: Grazer Biotech holt 400.000 Euro ein Monat nach Gründung

© Celeris

Sie gehören zu einer neuen Welle an Startups, die im COVID-Jahr 2021 an den Start gehen und eine neue Gründergeneration prägen werden. Christopher Trummer und Jakob Hohenberger haben erst vor einem Monat in Graz Celeris Therapeutics aus der Taufe gehoben – und bereits jetzt die ersten Investoren an Bord geholt, die das blutjunge Unternehmen mit einem Investment von 400.000 Euro unterstützen.

Die Investoren kommen nicht aus Österreich, sondern aus den USA und Tschechien. R42 Group aus dem Silicon Valley und die Venture Capital-Gruppe, Longevitytech.fund aus Prag investieren und entsenden jeweils ihre Geschäftsführer (Ronjon Nag und Petr Sramek) in das Board of Directors von Celeris Therapeutics. Erklärtes Ziel ist, mit „Celeris One“ eine Plattform für die frühe Phase der Arzneimittelforschung zu entwickeln.

„Vereinfacht gesagt ist der große Nutzen dieser Plattform, dass sie dabei unterstützt Medikamente zu entwickeln und neue pharmazeutische Moleküle zu generieren“, erklärt Trummer. „Damit zählen wir zu den ersten Unternehmen weltweit, die in der Lage sind, Degrader-Technologien zu berechnen. Damit ermöglichen wir eine neue Klasse von Medikamenten. Bisher
werden in Medikamenten Moleküle verwendet, die krankheitserregende Proteine lediglich deaktivieren. Mithilfe von Degrader-Technologien können diese künftig abgebaut werden.“

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Neue BioTech-Welle

Daten-Analyse soll smart mit In-Vitro-Experimenten kombiniert werden, um rascher Medikamente entwickeln zu können. Eingesetzt könnte die KI-gestützte Plattform etwa bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Krankheiten wie Prostata- oder Brustkrebs und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer. Wenn das gelingt, könnte sich Medical Therapeutics sehr große und gewichtige Kunden in der Pharmaindustrie schnappen.

Das Grazer Startup gehört zu einer ganzen Reihe von jungen Firmen in Österreich, die im BioTech- und MedTech-Bereich unterwegs sind und in den letzten Monaten frische Finanzierungsrunden angekündigt haben – darunter etwa Allcyte und Solgate. Auch künftig sind mehr Investments in dem Bereich zu erwarten, immerhin gibt es bei IST Cube einen neuen Fonds mit 40 Millionen Euro (Trending Topics berichtete).

„Unser Ziel war es immer, nicht nur reine Geldgeber, sondern strategische Investoren mit an Bord zu holen“, so Trummer. „Dass uns das so schnell gelungen ist, erfreut uns umso mehr.“

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