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Cashy: Wiener Pfandleihe-Startup holt Investment in Millionenhöhe

Florian Sulzer, Patrick Scheucher und Thomas Mang von Cashy. © Philipp Lipiarski
Florian Sulzer, Patrick Scheucher und Thomas Mang von Cashy. © Philipp Lipiarski

Das Wiener Fintech Cashy erhält ein Millioneninvestment. Die Seed-Finanzierungsrunde wird vom aws Gründerfonds angeführt, heißt es vom Startup, die Bestandsinvestoren KK Incube Invest Management GmbH und Michael Müller beteiligen sich ebenfalls an der Runde. Es ist das zweite große Investment nach der ersten Runde im April des Vorjahres.

Cashy: Digitales Pfandhaus

Cashy digitalisiert die „traditionelle Bewertung“ von beweglichen Wertgegenständen für die „Belehnung mit kurzfristigen Krediten oder den direkten Ankauf“. Heißt: Wer schnell Geld braucht und etwas zu versetzen hat, kann das mit Cashy in Wien auch über den digitalen Weg zum Pfandleiher machen. Das Wiener Startup Cashy kauft Wertgegenstände an oder belehnt sie gegen einen Kurzkredit. Die Softwareplattform soll dabei von der Bewertung eines Gegenstandes bis hin zur Auszahlung des Geldbetrages sämtliche Prozesse papier- und „so gut wie kontaktlos“ abbilden können. Der Gegenstand selbst könne per Post eingesandt, vom Botendienst abgeholt oder bei Bedarf in einem der zwei Shops in Wien persönlich abgegeben werden. Dafür erhalten die Kunden dann bares Geld oder den Geldbetrag auf ein Konto oder via PayPal überwiesen. „Die Wertgegenstände werden wiederum in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt“, heißt es von Cashy.

Team wird ausgebaut

Für die Berechnung des aktuellen Wertes sollen „komplexe Algorithmen“ zur Anwendung kommen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sollen für die Berechnung des zukünftigen Wertes „dynamische Preisentwicklungen“ mitberücksichtigt werden können. Über 10.000 Transaktionen habe das Fintech bereits abschließen können, das monatliche Wachstum liege derzeit bei etwa 15 Prozent. Mit dem Eingehen von B2B-Partnerschaften soll die Technologie der Plattform künftig auch für andere Unternehmen anwendbar werden. Mit der Investition in nicht näher definierter Höhe soll das Team soll in den nächsten Monaten „um Fachleute aus den Bereichen Verkauf, Entwicklung und Qualitätssicherung“ ausgebaut werden.

Stimmen zum Deal

Patrick Scheucher, CEO von Cashy: „Bei uns profitieren Kunden laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Arbeiterkammer von den günstigsten Konditionen, Preistransparenz und hoher Servicequalität durch die digitale Abwicklung aller Prozessschritte. Ergänzt um gut geschulte und stets freundliche Mitarbeiter ist das unser Erfolgsrezept und dieses wird im Markt bisher äußerst gut angenommen.“ Die Gründe für das Investment erklärt Ralf Kunzmann, Geschäftsführer vom aws Gründerfonds: „Cashy hat die Opportunität in einem komplett unterdigitalisierten und gleichzeitig sehr stark wachsenden Markt erkannt und genießt mit der Positionierung einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber traditionellen Playern. Der potenzielle Wertzuwachs, der sich durch die Positionierung als Technologieprovider in B2B Partnerschaften ergibt, ist besonders attraktiv.“

Die Entwicklung von Cashy „aus der äußerst traditionellen Pfandbranche heraus“ ermögliche dem Unternehmen „eine einzigartige Perspektive auf das eCommerce bis hin zum Payment-Ökosystem“, ergänzt Leon Ahlers, Investment Manager beim aws. „Wir sehen das große Potenzial darin, die Liquidität von Micro Assets wie zum Beispiel Handys stark zu erhöhen und damit die Bezahlprozesse und die Kreditwürdigkeit für Konsumenten zu verbessern.“

Cashy: Wiener Pfandleihe-Startup holt „hohes sechsstelliges“ Investment

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