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Cardano und Polkadot profitieren vom CO2-Problem Bitcoins

Robert Habermeier, Gavin Wood und Peter Czaban, Gründer von Polkadot. © Polkadot
Robert Habermeier, Gavin Wood und Peter Czaban, Gründer von Polkadot. © Polkadot

Der Krypto-Markt ist in Aufruhr. Nach der Ansage von Elon Musk, künftig auf Bitcoin-Zahlungen bei Tesla wegen dem Energiehunger der Blockchain zu verzichten, ist der Markt nach einem längeren Bullrun heftig abgestürzt. BTC ist unter die Marke von 40.000 Euro gefallen, Ethereum unter die 3.000 Euro, und auch sonst wurden Krypto-Assets durch die Bank abgestraft.

Dass Elon Musk plötzlich und ausgerechnet heute eingefallen ist, dass das Bitcoin-Netzwerk ja doch ordentlich Strom frisst und dazu nicht wenige (wie viel, weiß keiner so genau) Kohlekraftwerke anzapft, ist eher unwahrscheinlich. Doch Marktgerüchten zufolge soll der Auslöser für die Entscheidung folgende Story gewesen sein: Die Private-Equity-Firma Atlas Holdings will in das Greenidge-Kohlekraftwerk in New York wieder anwerfen, um Strom für Bitcoin-Mining zu erzeugen. Und dass, obwohl eben dieser US-Bundesstaat Krypto-Mining für drei Jahre untersagen will, weil seine die CO2-Ziele untergräbt.

Proof of Stake als Problemlöser

Während der Krypto-Markt in wenigen Stunden um satte 365 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung leichter wurde und insgesamt um etwa 10 Prozent nachgab, sind aber zwei Krypto-Assets derzeit ordentlich im Aufwind: Cardano (ADA) und Polkadot (DOT). Denn ihnen werden aktuell die größten Chancen zugerechnet, eine klimafreundliche Blockchain wirklich zu etablieren. Die beiden Ethereum-Rivalen (beide wurden von ehemaligen Ethereum-Mitgründer, Charles Hoskinson und Gavin Wood, mitgegründet) setzen statt auf Proof of Work (=Mining) auf Proof of Stake (=Staking).

Das CO2-Problem von Bitcoin kann man leider nach Belieben klein oder groß reden

Unterm Strich bedeutet der Verzicht von Cardano und Polkadot weniger Energieverbrauch für die Berechnung und Verifizierung von Transaktionen im Netzwerk – einmal abgesehen davon, dass sie deutlich kleiner sind als Ethereum. Während bei Proof of Work spezialisierte Computer intensiv rechnen, um Blocks und neue Coins zu schreiben, kommt Proof of Stake mit viel weniger Rechen-Power aus. Zwar sind auch da Computer notwendig, um Transaktionen zu validieren, doch der Wert des Netzwerks wird durch die Einlagen der User (Stakes) gesichert.

Ethereum muss und wird sich ändern

Auch wegen dem Energiehunger hat Ethereum-Mastermind Vitalik Buterin den Übergang von Ethereum von Proof of Work zu Proof of Stake eingeleitet – doch noch ist die zweit wichtigste Blockchain der Welt nicht dort angelangt. Glaubt man Digiconomist, dann braucht Ethereum pro Jahr so viel Strom wie Hongkong und verursacht so viel CO2 wie der Libanon. Musk hat auch angekündigt, sich nach Krypto-Assets umsehen zu wollen, die viel weniger Strom als BTC verbrauchen – da sind Cardano und Polkadot natürlich zwei aussichtsreiche Kandidaten. Auch Kusama, gerne der „wilde Cousin“ von Polkadot genannt, profitiert aktuell von dem Trend.

Das spiegelt sich derzeit am Markt wieder. ADA, der native Token von Cardano, und DOT von Polkadot stehen satt im grünen Bereich. Andere, kleinere Proof-of-Stake-Nezwerke wie Solana (SOL), Tezos (XTZ), EOS oder Algorand (ALGO) konnten sich aber derweil noch nicht als Energie-effiziente Ethereum-Alternativen positionieren. Gut möglich, das künftig viel mehr Fokus auf die Nachhaltigkeit von Blockchains gelegt wird. Und dann gibt es da noch eine ganz wilde Idee: Könnte es Musk sogar schaffen, dass Bitcoin den Algorithmus wechselt und weg von Proof of Work geht?

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