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Card Wallet: Coinfinity und Staatsdruckerei bringen neue Speicherlösung für Bitcoin

Mock-up der Card Wallet. © Coinfinity/Staatsdruckerei, Montage Trending Topics
Mock-up der Card Wallet. © Coinfinity/Staatsdruckerei, Montage Trending Topics

„HODL!“ ist für viele aus der Crypto-Community nach wie vor das Gebot der Stunde. Anstatt zu verkaufen, kann man darauf hoffen, dass die Bitcoin-Preise könnten wieder steigen. Und da stellt sich die Frage, wie man seine BTC langfristig am besten und sichersten speichert. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten, etwa Apps, Wallets in Krypto-Börsen oder Hard Wallets.

Doch weil Smartphones gerne verloren gehen, Festplatten kaputt werden und Online-Wallets gehackt werden können, haben die Grazer Firma Coinfinity und die Österreichische Staatsdruckerei gemeinsam eine neue Lösung erarbeitet. Sie heißt Card Wallet, ist eine so genannte Cold-Storage-Lösung und wird im November auf den Markt kommen und auf www.cardwallet.com zu bestellen sein. Dabei handelt es sich um eine Karte in gewohnter Scheckkarten-Größe, auf der die eigene Bitcoin-Adresse (quasi die Kontonummer) sowie der private Schlüssel (quasi das Passwort) aufgedruckt sind. Dieser Schlüssel, den man nie verlieren sollte, wird durch einen Aufkleber verdeckt.

Eine Karte für die Hodler

„Die sicherste Variante ist es, Kryptowährungen offline und physisch aufzubewahren“, sagt Max Tertinegg von Coinfinity zu Trending Topics. Seine Firma ist bereits seit Jahren im Krypto-Bereich tätig und stellte etwa 2014 den ersten Bitcoin-Automaten Österreichs auf – im eigenen Büro.

Um die Karten herzustellen, hat Coinfinity eine Kooperation mit der Österreichischen Staatsdruckerei (OeSD) geschlossen. Die OeSD, die 2000 privatisiert wurde, stellt nicht nur österreichische Ausweise wie den elektronischen Reisepass, den Führerschein oder den Zulassungsschein her, sondern hat sich zunehmend auf Cybersecurity- und Identitäts-Lösungen spezialisiert (Trending Topics berichtete).

Die OeSD sorgt nun dafür, dass die Karte mit Sicherheitsmerkmalen wie Hologramm, Sicherheitsstanzungen, Siegel und ChainLockCode versehen wird. So sollen Konsumenten überprüfen können, dass es sich wirklich um eine Card Wallet handelt. Coinfinity wiederum sorgt mit eigener Technologie für die Generierung des privaten Schlüssels, der auf der Karte aufgedruckt wird.

Am besten in den Tesor damit

Was potenzielle Käufer wissen sollten: Die Card Wallet dient der langfristigen Offline-Speicherung von Bitcoin und ist nicht dafür gedacht, damit unterwegs zu bezahlen. Ganz im Gegenteil: Coinfinity rät dazu, die Karte an einem möglichst sicheren Ort aufzubewahren. „Die Card Wallet sollte man nicht mit sich herumtragen, sondern an einem sicheren Ort, etwa in einem Tresor, aufbewahren“, sagt Tertinegg.

Will man die Bitcoin später wieder ausgeben, dann muss man den privaten Schlüssel freilegen und ihn in eine digitale Wallet importieren, um auf die BTC zuzugreifen. „Sobald Sie den privaten Schlüssel eingelesen haben, können Sie Ihre Bitcoin an andere Adressen oder eine Tauschbörse senden“, heißt es seitens Coinfinity.

Eigene Karte für Ethereum in Planung

Wie viel die Card Wallet kosten wird, soll im November bekannt gegeben werden. Coinfinity und die OeSD haben bereits weitere ähnliche Produkte in Planung. „Wir überlegen auch die Möglichkeit, Ether und ERC-20-Token auf einer Karte speichern lassen zu können”, sagt Tertinegg. Für ETH und ERC-20-Token soll es eine eigene Karte geben – allerdings steht noch nicht fest, wann diese auf den Markt kommen wird.

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