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capital300: Jetzt liegen 45 Millionen Euro in dem österreichischen Startup-Fonds

Peter Lasinger und Roman Scharf von capital300. © capital300
Peter Lasinger und Roman Scharf von capital300. © capital300

Anfang 2017 sind Peter Lasinger und Roman Scharf angetreten, um mit capital300 einen neuen Fonds für Wachstumsfinanzierungen für europäische Startups zu schaffen. In einem ersten Closing startete capital300 dann Ende 2017 mit 20 Millionen Euro ins Rennen und investierte bisweilen in zwei Startups: Gamee aus Tschechien und Authenteq aus Berlin.

Jetzt kündigt capital300 das Closing des Fonds mit 45 Millionen Euro an. “Wir können insgesamt 100 bis 120 Millionen Dollar bewegen”, sagt Roman Scharf zu Trending Topics, der sich gerade im Silicon Valley aufhält. Denn im Valley sitzen viele der Partner von capital300, mit denen diese bis zu 120 Millionen Dollar gehoben werden können. capital300 macht bei Investments zwischen 25 und 50 Prozent der Summe, und große Namen wie Accel Partners, Index Ventures, Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Atomico und Greylock stellen den Rest.

Das Geld des Fonds stammt zu einem Drittel von österreichischen Corporates (Sparkasse Oberösterreich, Raiffeisen, Vienna Insurance Group) sowie zu zwei Drittel von heimischen Unternehmern (z.B. Dietrich Mateschitz via Red Bull, Hans Peter Haselsteiner, Hilde Umdasch, Alfred Luger von Runtastic). Viele kommen aus dem startup300-Umfeld, seit dem Start sind auch Investoren wie Hermann Hauser oder Hansi Hansmann mit an Bord. “Der Ertrag des Fonds spielt in österreichische Unternehmen zurück. Es gibt kein amerikanisches Geld in der capital300”, sagt Scharf. Diese Erträge wiederum sollen dann wieder in Startups aus dem DACH- und CEE-Raum investiert werden.

Milliarden-Bewertungen als Ziel

capital300 peilt pro Jahr vier bis sechs Deals an, bei denen jeweils zwischen 2 und 10 Millionen Euro für die Series A (also die Wachstumsfinanzierung) bereitgestellt werden. “Es ist sicher einer der aufregendsten Zeiten um ein Technologieunternehmen zu gründen oder zu finanzieren. Da Basistechnologien wie Machine Learning und neue Softwarearchitekturen zunehmend produktiv eingesetzt werden, wird es zu weiteren erheblichen Veränderungen in der Geschäfts- und Alltagswelt kommen. Dies bietet große Chancen und Potenziale“, sagt Peter Lasinger, der mit Scharf den Fonds gemeinsam managt.

“Die Startups müssen alle global sein, einen verteidigbaren IP-Vorsprung haben, ein perfekt aufgestelltes Team haben und für einen Exit taugen”, sagt Scharf. bei der Auswahl der Investments sei man sehr wählerisch. 2018 hätten es von 800 Jungfirmen nur 12 auf die Shortlist geschafft, 3 bis 4 davon bekommen Investments. “Wenn das Milliarden-Potenzial nicht da ist, dann gehen unsere Partner nicht hinein”, sagt Scharf. “Die Luft ist sehr dünn in der Höhe, in der wir uns bewegen.”

Bald erstes österreichisches Investment

capital300 fokussiert sich bei Investments – wenig überraschend – auf wachstumsstarke Technologieunternehmen. Scharf nennt AI, Blockchain, SaaS und VR/AR als Suchfelder. “Wir haben immer bessere Teams in Europa. Es wird immer unwichtiger wo du gründest, du kannst in Estland, in Rumänien oder in Deutschland sitzen”, sagt Scharf. “In Europa kriegt man leichter gute Talents”, im Silicon Valley seien die Gehälter für Sales und Developer “crazy”. “Europa ist am richtigen Weg, aber es gibt zu wenig Venture Capital, vor allem im DACH-Raum und in Osteuropa”, sagt Scharf. Mit capital300 wolle man das ändern.

Noch im ersten Quartal will capital300 das erste Investment in ein österreichisches Startup bekannt geben. Scharf selbst ist übrigens (genauso wie Lasinger) selbst in dem Fonds investiert. Für die beiden Unternehmer logisch. Scharf: “Put your money where your mouth is.”

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