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SaaS-Lösung

capital300 investiert in lettisches Startup Lokalise

Das Team von Lokalise. © Lokalise
Das Team von Lokalise. © Lokalise

Der Wiener VC capital300 investiert in das lettische Startup Lokalise. Gemeinsam mit dem Investor Mike Chalfen und einigen Business Angels wurden sechs Millionen US-Dollar aufgestellt. Lokalise bietet eine Software-as-a-Service-Lösung, die unter anderem dabei hilft, Texte in andere Sprachen zu übersetzen und sich außerdem auf die Lokalisierung von Apps, Websites, Spielen und mehr konzentriert.

Umgerechnet investiert das VC-Team etwa fünf Millionen Euro in die Series A-Finanzierungsrunde. Die Leitung der Runde hatte Mike Chalfen über, neben capital300 investierten auch noch namhafte Business Angel wie Andrey Khusid, Nicolas Dessaigne, Des Traynor oder Matt Robinson.

Lokalise: Vereinfachte Lokalisierung

In einem Gespräch mit den Kollegen von Techcrunch erklärt CEO Nick Ustinov die Idee hinter Lokalise. Wenn es an der Zeit ist, ein Update zu liefern, würden viele Unternehmen noch in letzter Minute Zeit verschwenden, da sie noch neue Schaltflächen und neuen Text in andere Sprachen übersetzen müssten. Oft handle es sich dabei um einen manuellen Prozess, bei dem Dateien mit langen Listen von Textstrings in verschiedenen Sprachen verschickt und eingebunden werden müssen. „Tatsächlich sind die beliebtesten Tools, die bei Lokalisierungsprozessen verwendet werden, immer noch Excel und Google Sheets. Als nächstes kommen intern entwickelte Skripte und Tools“, erklärt Ustinov.

SaaS-Lösung

Genau hier setzt Lokalise an: Das Startup bietet die erwähnte SaaS-Lösung, die sich um einerseits um die Übersetzung in andere Sprachen und andererseits um die Lokalisierung für andere Märkte bei Websites, Apps, Spielen und anderen Produkten kümmert. Bei der Lokalisierung gehe es vor allem darum, diesen Prozess zu beschleunigen. Nutzer können Sprachdateien entweder manuell hochladen oder direkt in GitHub oder GitLab integrieren, damit die Änderungen in Folge automatisch übernommen werden. Lokalisierung steht in diesem Fall für die Anpassung der Texte einer Software für die verschiedenen Sprachräume. Genau das will Lokalise deutlich vereinfachen.

Zusätzliche Funktionen

Dazu gesellen sich einige Produktivitätsfunktionen für eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern. So lassen sich beispielsweise Aufgaben zuweisen und Ereignisse auf der Grundlage erledigter Aufgaben auslösen. Beispielsweise kann Lokalise einen Reviewer benachrichtigen, wenn eine Übersetzung fertig ist. Lokalise kann außerdem fertige Sprachdateien mittels SDKs und einer API automatisch an die jeweiligen Apps liefern. Und: Es gibt einige eingebaute Rechtschreib- und Grammatikfunktionen, um die offensichtlichsten Fehler sofort zu erkennen.

Die Gründe für das Investment

Das Gesamtpaket hat letztlich auch capital300 überzeugt. In einem Blogbeitrag beschreibt man, warum man investiert hat. Lokalise sei ein „Kategorie-definierendes“ Produkt mit „phänomenalen Kritiken“. Das Team sei „hervorragend“ und „vom Produkt besessen“ und habe „eine große Idee, kombiniert mit dem Willen, aus ihren bisherigen Erfahrungen Kapital zu schlagen“. Mit der Finanzierung werde Lokalise weltweit Top-Talente im SaaS-Bereich einstellen, „um sein Wachstum weiter zu beschleunigen“ […]. Darüber hinaus habe Lokalise gezeigt, dass das Team belastbar und robust sei. „Die Entscheidung, in eine geografische Teamerweiterung zu investieren und mittel- bis langfristige Produktinvestitionen zu tätigen“, werde das Wachstum weiter ankurbeln.

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