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Kaleido AI: Australisches Unicorn Canva steigt groß bei Wiener Startup ein

Das Team von remove.bg. / Kaleido AI. © remove.bg
Das Team von remove.bg. / Kaleido AI. © remove.bg

Canva – das ist jene Grafikdesign-Plattform aus Australien, die für Millionen Menschen zum mittlerweile unverzichtbaren Online-Tool und günstigen Photoshop-Ersatz geworden ist und ein Unternehmen, das Investoren mittlerweile mit sechs Milliarden Dollar und mehr bewerten. Canva beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und konnte bislang selbst etwa 300 Millionen US-Dollar von diversen Investoren einsammeln.

Und Kaleido AI – das ist jener Wiener Hidden Champion, der mit Remove.bg sowie mit Unscreen zwei Online-Dienste an den Start gebracht hat, mit denen Hintergründe aus Fotos als auch Videos auf Knopfdruck entfernt werden können, um die abgebildeten Menschen freizustellen. Mit den hilfreichen Tools hat es das Wiener Startup nicht nur in die Charts von Product Hunt geschafft, sondern verzeichnet Analyse-Diensten zufolge extrem starke Zugriffszahlen.

Unscreen: Wiener Startup Kaleido AI entfernt jetzt Hintergründe aus Videos

40 Prozent von Kaleido AI für Canva

Canva und Kaleido AI gehören jetzt zusammen. Wie Trending Topics exklusiv in Erfahrung gebracht hat, hat sich die VORGE Erste Beteiligungsverwaltung GmbH mit 40 Prozent in das Wiener Startup eingekauft. Einhundertprozentiger Eigentümer dieser Beteiligungsverwaltung ist die Canva Inc. mit Sitz in den USA. Kaleido AI gehörte zuvor zu 100 Prozent den beiden Gründern Benjamin Grössing und David Fankhauser, die das Unternehmen Ende 2018 gestartet haben. Die beiden Gründer halten nunmehr je 30 Prozent. Zum Kaufpreis ist derzeit nichts zu erfahren, es müssen viele Millionen sein. Bei Kaleido war noch niemand für uns erreichbar, wir liefern die Infos so schnell wie möglich nach.

Aufmerksame Nutzer von Canva werden jedenfalls bereits bemerkt haben, dass das Online-Tool eine ziemlich gute Funktion integriert hat, um die Hintergründe aus Fotos zu entfernen und so Personen ausschneiden zu können – eine ziemlich nützliche Funktion, wenn es etwa darum geht, Social-Media-Posts vorzubereiten. Das erinnert natürlich stark an das zentrale Feature der Wiener.

Viele Millionen Nutzer

Noch 2019 war an einen Investor übrigens nicht zu denken: „Wir wollen produktbasiert gute Entscheidungen treffen und nicht fremdgesteuert sein. Wir richten uns stark am Feedback der Kunden aus. Wenn man diesem Weg folgt, dann wächst die Zielgruppe automatisch mit“, so Grössing damals im Interview mit Trending Topics. Seither ist viel passiert. Der Web-Dienst Remove.bg zählt mit monatlich mehr als 33 Millionen Visits zu den 2.000 größten Webseiten der Welt. Der neuere Dienst Unscreen ist noch kleiner und liegt bei mehr als 800.000 Visits pro Monat.

Mit den Diensten lässt sich auch gut Geld verdienen. Pro bearbeitetem Bild verlangt das Wiener Startup bei Remove.bg 11 Cent, für das Entfernen von Hintergründen aus Videos bezahlt man (je nach Länge des Videos) ab etwa 1,18 Euro.

Remove.bg: Dieses Wiener Startup entfernt mit AI die Hintergründe aus deinen Bildern

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