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Canva: Mit Bewertung von 40 Mrd. Dollar vor Revolut auf der Unicorn-Liste

Das Gründer-Team von Canva. © Canva
Das Gründer-Team von Canva. © Canva

Wer bösartig ist, nennt es „Photoshop für Arme“, alle anderen sehen es als hilfreiches Online-Tool, um schnelle und schöne Designs für alle Arten von digitalen Kanälen zu erstellen. Jetzt macht Canva aus Australien den nächsten großen Schritt. Nach einer neuen Investmentrunde steigt der Unternehmenswert der acht Jahre alten Firma auf satte 40 Milliarden Dollar.

Denn die „Visual Communication Platform“ (Eigendefinition) hat frische 200 Millionen Dollar aufgenommen, und zwar von Lead-Investor T. Rowe Price sowie den Geldgebern Franklin Templeton, Sequoia Capital Global Equities, Bessemer Venture Partners, Greenoaks Capital, Dragoneer Investments, Blackbird, Felicis und AirTree Ventures.

Mit einer Bewertung von 40 Milliarden Dollar ist Canva das fünft wertvollste private Software-Unternehmen, und zwar nach Bytedance (China, 140+ Mrd. Dollar), Stripe (USA, 95 Mrd. Dollar), SpaceX (USA, 74 Mrd. Dollar) und Klarna (Schweden, 45 Mrd. Dollar) und vor Instacart (USA, 39 Mrd. Dollar) oder Revolut (33 Mrd. Dollar).

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Drei Milliardäre am Steuer

„Visuelle Kommunikation hat sich zu einem universellen Bedürfnis für Teams jeder Größe und in fast jeder Branche entwickelt“, so Melanie Perkins, Mitbegründerin und CEO von Canva. Sie und ihre Mitgründer Cameron Adams und Cliff Obrecht gehören nun zu den reichsten Menschen Australiens – zumindest am Papier. Sollten sie einen Börsengang durchführen, könnten die drei Milliarden machen.

Canva, das sich dieses Jahr das Wiener Startup Kaleido AI kaufte, hält bei 60 Millionen Nutzern in 190 Ländern und soll über das gebührenpflichtige Premium-Angebot der Cloud-Software dieses Jahr mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz machen. Das Team von 2.000 Mitarbeitern soll bald um 1.000 weitere anwachsen. Insgesamt wurden mit der Grafikdesign-Software bereits 7 Milliarden Designs gemacht, die sich auf Webseiten, Blogs und Social-Media-Plattformen wiederfinden. Auch große Unternehmen wie Zoom, Salesforce, Marriott International, PayPal und American Airlines sind Kunden.

Um die Kunden bei der Stange zu halten, werden laufend neue Funktionen eingeführt. Noch dieses Jahr sollen ein Video-Editor, ein Offline-Modus sowie ein Design-Tool für Responsive Websites dazukommen.

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