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byrd: 5 Millionen Euro für das Wiener Logistik-Startup

Das byrd-Team. © byrd
Das byrd-Team. © byrd

Zwar wütet die Corona-Krise, doch die Millionen fließen weiter. So kann heute das Wiener Startup byrd eine Investmentrunde bekannt geben, und zwar von satten fünf Millionen Euro. Die Investment-Runde wird von Rider Global angeführt, einem Venture-Fonds mit Schwerpunkt auf Logistik, E-Commerce und Mobilität. Weiters an Bord kommen Venture Friends und FJ Labs, und auch die bestehenden Investoren (darunter Speedinvest, Hermann Hauser, Reflex Capital) ziehen bei der Runde mit.

byrd ist 2016 in Wien am i²c Inkubator der TU Wien von Alexander Leichter, Sebastian Mach, Christoph Krofitsch, Petra Dobrocka und Michael Innerhofer gegründet worden und hat zuerst eigene Logistikzentren eingerichtet, um Händlern beim E-Commerce zu helfen. Wie berichtet hat das Startup dann im Laufe von 2019 einen Pivot gemacht und sich auf die Software fokussiert, weil die Sache mit den eigenen Lagerflächen nicht skalierte. Nun fungiert man als Fulfillment-Plattform gewissermaßen als digitale Drehscheibe zwischen Shops und Logistikern (Trending Topics berichtete), auuch gibt es etwa eine Integration in Shopify.

Expansion nach Frankreich und die Niederlande

„Mit byrd können Händler ihre Lieferkette sowie ihre Warenbestände in verschiedenen Lagern optimieren, um so ihre Kostenstruktur zu verbessern und ihren Versand zu beschleunigen. Das ist möglich, da wir unseren Kunden alle relevanten Logistik-bezogenen Daten direkt über unser Dashboard zur Verfügung stellen“, so Mitgründerin Dobrocka. Das Startup ist mittlerweile auf 60 Mitarbeiter angewachsen, in Deutschland, Österreich und Großbritannien vertreten und will demnächst auch in den Niederlanden und Frankreich starten.

Die Gesamtsumme der Investmentgelder in byrd beträgt mittlerweile neun Millionen Euro. In der Mehrheit sind die Gründer nach dieser Runde nicht mehr. Die Corona-Krise dürfte ein Treiber des Geschäfts sein. „Mit dem Ausbruch des Corona-Virus haben viele Einzelhändler begonnen, Produkte online zu verkaufen und suchen nun nach einer effizienten Fulfillment-Lösung. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Anfragen, die wir von Händlern erhalten haben, um fast 500 Prozent gestiegen“, sagt Dobrocka. Mittlerweile sei das Unternehmen in der Lage, 10.000 Bestellungen pro Tag aus mehr als 10 verschiedenen Lagern mit einer Lagerkapazität von mehr als 500.000 Quadratmetern zu versenden.

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