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Business Angel Summit: Diese Startups pitchen vor den Investor:innen

Tirols Wirtschaftslandesrat Anton Mattle, Lisa Spöck (Standortagentur Tirol) und Kurt Leutgeb (Geschäftsfeldleiter Garantien/Eigenkapital Austria Wirtschaftsservice GmbH) beim Business Angel Summit 2021. © Standortagentur Tirol
Tirols Wirtschaftslandesrat Anton Mattle, Lisa Spöck (Standortagentur Tirol) und Kurt Leutgeb (Geschäftsfeldleiter Garantien/Eigenkapital Austria Wirtschaftsservice GmbH) beim Business Angel Summit 2021. © Standortagentur Tirol

Heute geht in Kitzbühel der Business Angel Summit über die Bühne. Private Geldgeber:innen sollen dort mit „herausragenden, innovativen Startups“ aus Österreich zusammengebracht werden – für das „perfekte Match“. Neben führenden Unternehmer:innen aus Tirol können die Startups auch „Key Player der internationalen Wirtschaftswelt“ als Partner und potenzielle Investor:innen gewinnen können. Zwölf Startups sind am Start.

Business Angel Summit: Sechs Startups pitchen

Das Prozedere kurz umrissen: Startups aus Österreich konnten sich um einen Startplatz beim Business Angel Summit bewerben. Aus den Einreichungen wurden die zwölf vielversprechendsten Startups ausgewählt. Sechs können vor dem Publikum präsentieren, sechs weitere bekommen mit einer Wildcard Zutritt zum Business Angel Summit und damit die Möglichkeit, individuell mit Investor:innen, Business Angels und möglichen Partner:innen in Kontakt zu treten. Die teilnehmenden Startups suchen dabei zur Finanzierung ihres Wachstums Beteiligungen in Höhe von 150.000 bis zwei Millionen Euro. Veranstaltet wird der Business Angel Summit Kitzbühel von der landeseigenen Standortagentur Tirol in Zusammenarbeit mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH aws.

Beworben haben sich insgesamt 86 Startups. Zwölf von ihnen, unter anderem aus den Bereichen IT/Digitalisierung, Halbleitertechnologie, Medizintechnik, Lebensmittelproduktion und Green Tech, wurden ausgewählt und treffen auf rund 100 Investor:innen.

Rotable

Rotable entwickelt eine Software-Lösung, die es Krankenhäusern erlauben soll, die Rotationsplanung automatisiert durchzuführen sowie zugehörige Verwaltungstätigkeiten und die Dienstpostenplanung „mit nur wenigen Klicks“ abzuwickeln. Dafür komme ein neuartiger Automatisierungs-Algorithmus zum Einsatz. Die erste Version der Software soll Anfang 2022 auf den Markt kommen.

Notarity

Seit dem Frühjahr 2020 gibt es in Österreich die gesetzlichen Möglichkeiten, fast alle Notariatsakte vollständig digital zu errichten. Notarity setzt hier mit einer Plattform an, die die „vollständig digitale Zusammenarbeit mit Notar:innen“ ermöglichen soll.

Supaso

EU-weit fallen jährlich über 100 Millionen Tonnen an vermeidbarem Verpackungsmüll im Lebensmittelbereich an, heißt es von Supaso. Das Startup beschäftigt sich darum mit der Entwicklung und Herstellung nachhaltiger, biogener Isolierverpackungen auf Basis von Zellulosedämmstoffen. Altpapier bzw. aus Altkarton gewonnene Zellulose wird über einen technologischen Upcyclingprozess in eine „bio-basierte, leistungsfähige und leistbare“ Isolierverpackung verwandelt.

Occyo

Dieses Startup will sich um die Gesundheit unserer Augen kümmern. Weltweit sind 125 Mio. Patient:innen auf medizinische Betreuung bei Erkrankungen der Hornhaut und Bindehaut angewiesen, heißt es von Occyo. Helfen will man diesen mit digitaler, intelligenter Diagnostik via Telemedizin. Dafür wurde eine neue Technologie entwickelt, bei der der „gesamte Augen-Vordergrund standardisiert und hochauflösend aufgenommen“ werden kann.

Purency

Es gibt derzeit keine standardisierte und etablierte Methode um Mikroplastik zu messen. Das will Purency ändern: Das Startup hat eine automatisierte Datenanalyse entwickelt, durch Machine Learning soll das Erkennen der Mikroplastik-Partikel automatisch vonstatten gehen.

Sophie Smart Shower

Auf die tägliche Dusche entfallen rund 70 % des gesamten Warmwasserbedarfs eines Haushalts. Hier soll künftig „Sophie Smart Shower“ zum Einsatz kommen: Die Duschvorrichtung hat einen Wärmetauscher integriert, der die Wärme des warmen ablaufenden Wassers auf das kalte zufließende Frischwasser überträgt und damit vorerwärmen soll. Bis zu 80 Prozent der Warmwasser-Energiekosten sollen so eingespart werden können.

memScan e.U

memScan entwickelt und baut eine Maschine für die voll automatisierte Qualitätskontrolle von Leiterplatten und spart dadurch Zeit und Kosten. Derzeit passiere das noch händisch und zeitaufwändig, zwei bis zehn Stunden soll die Qualitätsanalyse ohne maschinelle Hilfe dauern.

Outdoorso GmbH

Ein Online-Marktplatz für Mountainbike-, Ski- und Snowboardunterricht. Die Pattform soll professionelle Trainingsanbieter:innen mit Sportlern verbinden, wobei „Personalisierung, Smart-Matching und Motivation“ besonders im Vordergrund stehen sollen.

Sam N‘ Sára:

Energieriegel mit Insektenprotein als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Proteinsupplementen – das ist die Idee dieses Startups. Das erste Produkt, ein Energieriegel mit Mehlwurmpulver auf Dattel-Nuss Basis ist in Zusammenarbeit mit Sportler:innen, einem Koch und Lebensmitteltechnolog:innen bereits fertig entwickelt.

AMB GmbH

AMB-technology.ai ist ein Deep-Tech-Startup, das eine kognitive Plattform für die Erkennung, Rekonstruktion und Vermessung von menschlichen Körpern mittels Computer-Vision entwickelt.

Lellis GmbH

Medizintechnik in Form einer Schuheinlage, um akute Symptomatiken einer Parkinson-Erkrankung zu milder, und Digital Health in Form einer Software, um den weiteren Krankheitsverlauf zu simulieren und dadurch die geeigneten Therapiemaßnahmen setzen zu können. Das Ziel des Unternehmens ist „make Parkinson’s less evil“.

PetAid GmbH

Digitale Lösung für optimale, einfache Organisation und Kommunikation rund um das Haustier. Tierbezogene Unterlagen (Rechnungen, Befunde, Wiedervorlage von verschiedenen Terminen wie Entwurmung, Impfung oder die nächsten Tierarzt-Termine, regelmäßige Medikationen, Unverträglichkeiten, etc.) sollen einfach und übersichtlich digital gespeichert werden.

„Heimische Startups dabei zu unterstützen, dass sie sich entwickeln und wachsen können, ist das vorrangige Ziel, das wir mit dem Business Angel Summit verfolgen. Ebenso geht es darum, den Wirtschafts- und Technologiestandort Tirol mit seinen aufstrebenden Unternehmen auch international sichtbarer und noch begehrter zu machen“, erklärt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol.

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