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Business Angel Summit 2017: Diese 13 Startups buhlten um die Gunst der Investoren

Gerd Sumah, Geschäftsführer von Snics, pitcht vor Bernd Litzka von der aws. © Jakob Steinschaden
Gerd Sumah, Geschäftsführer von Snics, pitcht vor Bernd Litzka von der aws. © Jakob Steinschaden

Draußen wird gepitcht, drinnen wird gepitcht: Beim Business Angel Summit 2017, der im Kitzbüheler, von einem Golfplatz umgebenen Rasmushof statfand, haben insgesamt 13 ausgewählte Startups aus Österreich um die Gunst von Investoren gebuhlt. “Auf den Schultern der Riesen sieht man weiter”, sagte Frank Salzgeber, Leiter des Technologietransferbüros der European Space Agency (ESA), bei der Keynote der Veranstaltung. Jungfirmen würden die Hilfe von Business Angels brauchen, um schneller weiter zukommen.

In Tirol, so gab die Standortagentur Tirol im Rahmen der Veranstaltung bekannt, würde das Investorennetzwerk des Bundeslandes derzeit 40 Projekte mit einem Investitionsvolumen von knapp 30 Millionen Euro betreuen – darunter Entwicklerteams und Start-ups im engeren Sinne, aber auch Projekte aus der Medizintechnik oder IT-Lösungen für den Tourismus.

Nachwuchs ist da

Kern der Veranstaltung waren dann aber schließlich die ausgewählten Jungfirmen, die vor Ort um die Gunst der Investoren buhlten. Die 13 Startups (nahezu jedes Bundesland war vertreten) pitchten vor Business Angels wie Markus Ertler (startup300), Peter Koch (Martin Global AG), Dieter Rappold (vi knallgrau), Christoph Kanneberger (Apex Ventures), Heinrich Prokop (Clever Clover), Berthold Baurek-Karlic (Venionaire) sowie Vertretern von aws (u.a. Geschäftsführer Bernhard Sagmeister), FFG und des European Business Angel Club.

1. Aero Enterprise

Der SensorCopter von Aero Enterprise. © Aero Enterprise
Der SensorCopter von Aero Enterprise. © Aero Enterprise

Aero Enterprise aus Oberösterreich bietet Kunden die Hubschrauber-Drohne „SensoCopter“ inklusive Analyse-Tools an, mit denen Windkraftanlagen inspiziert werden können, ohne Personal auf hohen und teils entlegenen Windräder entstenden zu müssen. So können etwa Schäden dokumentiert werden.

2. E²T

Christoph Grimmer, Stephan Weinberger und Florian Gebetsroither von Efficient Energy Technology. © TU Graz

Efficient Energy Technology aus Graz will mit dem „Sun2Plug“ eine Solaranlage für den Endkonsumenten anbieten. Das kleine Solarpanel soll man einfach auf dem Balkon anbringen können. Im B2B-geschäft will man eine Technologie anbieten, mit der man in Echtzeit die Trafoauslastung in den Netzen von Strombetreibern messen kann.

3. PocketDefi

So soll der PocketDefi von Liimtec aussehen. © Liimtec
So soll der PocketDefi von Liimtec aussehen. © Liimtec

Liimtec von Gründer Jasper Ettema aus der Steiermark entwickelt mit „PocketDefi“ (Trending Topics berichtete) einen sehr kleinen, kompakten Defibrillator für die Handtasche oder den Rucksack, mit dem Besitzer unterwegs schnell Hilfe im Falle von plötzlichem Herzversagen leisten können.

4. Luke Roberts

Die Fluxo-Lampe von Luke Roberts. © Luke Roberts
Die Fluxo-Lampe von Luke Roberts. © Luke Roberts

Mit Fluxo hat die Wiener Firma Luke Roberts eine smarte Design-Lampe für Zuhause entwickelt, die sich per Smartphone steuern lässt. Bis dato ist man vor allem durch zwei erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen (Kickstarter und Indiegogo) aufgefallen, jetzt suchen die beiden Gründer Robert Kopka und Lukas Pilat ein Investment für die Wachstumsphase.

5. MAIA

Visuals von MAIA. © MAIA GmbH

MAIA steht für „Medical Artificial Intelligence Assistance“ und wird von der gleichnamigen Firma mit Standorten in Wien und Salzburg entwickelt. Dabei geht es darum, das Online-Verhalten von Patienten auf der Informations-Webseite sowie beim Aufklärungsgespräch im Krankenhaus analysieren. Statt Papierbögen wird eine digitale Akte angelegt, das wiederum soll Zeit und Geld sparen und außerdem rechtsgültig sein.

6. Markenfunk

Markenfunk aus Tirol hat sich darauf spezialisiert, Video-Content aus der Cloud in Kabelnetze einzuspeisen. Wer das System nutzen möchte, bezahlt eine monatliche Gebühr für das SaaS-Angebot. Das Gründerteam sucht derzeit einen strategischen Investor, der mit einem Vertriebsnetz im DACH-Raum aushilft.

7. myAlfred

Das myAlfred-Team. © myAlfred
Das myAlfred-Team. © myAlfred

myAlfred aus Linz entwickelt einen digitalen Assistenten, der Nutzern dabei helfen soll, gemeinsame Termine zu finden. Dazu werden die Kalender der User analysiert und der beste Zeitpunkt automatisch gefunden. Demnächst soll man über einen Chatbot dann auch gleich Tische in Restaurants reservieren können.

8. Pixelrunner

© Pixelrunner

Dieses Startup kennen Trending Topics-Leser bereits: Pixelrunner von Rainer Kargel, Christian Saminger und Ronald Schaumberger aus Oberösterreich haben einen Roboter entwickelt, der mit Farbe großflächige Bilder (z.B. Firmenlogos) auf Rasen, Beton oder Schnee drucken kann. Geplant ist jetzt die Internationalisierung in wichtige Märkte wie USA und Australien.

9. Fretello

Florian Lettner (CEO) and Wolfgang Damm (CTO) vom Linzer Startup Fretello. @ Jakob Steinschaden
Florian Lettner (CEO) and Wolfgang Damm (CTO) vom Linzer Startup Fretello. © Jakob Steinschaden

Fretello aus Linz der beiden Gründer Florian Lettner und Wolfgang Damm bieten derzeit 70.000 Nutzern eine App (für iOS und Android), die das Gitarrespielen beibringen soll. Dabei soll eine Künstliche Intelligenz das Können des angehenden Musikers analysieren und passende Trainingspläne erstellen. Ein strategischer Partner soll jetzt dabei helfen, Zugang zur Musikindustrie zu finden.

10. RateBoard

© RateBoard
© RateBoard

RateBoard aus Tirol bietet eine Pricing-Software für Hotels an, mit der diese einen Überblick über den Gesamtmarkt bekommen sollen, um gegebenenfalls die eigenen Preise anzupassen. Die SaaS-Lösung kostet im Schnitt 3.000 Euro pro Jahr. Jetzt geht es darum, mit frischem Investmentgeld in Sales und Marketing zu investieren.

11. Orderlion

© Orderlion

Orderlion aus Wien ist eine Bestellplattform für Lebensmittelgroßhändler und deren Kunden und derzeit etwa bei Vapioano oder Burger King im Einsatz. Hotels oder Gastronomiebetriebe sollen damit einfach online Lebensmittel ordern können. Jetzt sucht das Team um Gründer Stefan Strohmer einen Business Angel mit gutem Draht in die Lebensmittelindustrie und Gastronomie.

12. Tremitas

Tremitas von Gründer Tibor Zajkl-Zechmeister aus Kärnten entwickelt ein Fieberthermometer für Parkinson-Patienten. Der Problem nennt sich Tremor, also unkontrolliertes Zittern. Der „Tremipen“, ein stiftförmiger Sensor, soll es ihnen ermöglichen, den Tremor zu messen und über die Daten zu verifizieren ob Therapie und Medikamente die Situation verbessern. Tremitas sucht derzeit Business Angels, die dem Team mit Know-how und Geld zur Seite stehen.

13. snics

Gerd Sumah, Geschäftsführer von Snics, pitcht vor Bernd Litzka von der aws. © Jakob Steinschaden
Gerd Sumah, Geschäftsführer von Snics, pitcht vor Bernd Litzka von der aws. © Jakob Steinschaden

snics arbeitet an der automatischen Bilderkennung von Speisen am Teller, damit Nutzer die Nährwerte ihrer Nahrung festhalten können. In etwa drei Monaten soll die Technologie in Apps für iOS und Android verpackt auf den Markt kommen. Damit die Nährwerte richtig erfasst werden können, muss der Nutzer dem System noch helfen und z.B. angeben, welche Mengen (z.B. in Gramm) gerade vor der Kamera sind. Business Angels sollen dem Team bei Produktentwicklung und Marketing helfen.

Anmerkung: Die Standortagentur Tirol hat die Reisekosten für Trending Topics zum Business Angel Summit übernommen. Vielen Dank dafür!

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