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Blue Power: Startup kombiniert Windkraftanlage mit biegsamen Solar-Panels

Die "Blue One S"-Windkraftanlage mit Solar-Panel. © Blue Power
Die "Blue One S"-Windkraftanlage mit Solar-Panel. © Blue Power

Warum nur Windstrom produzieren, wenn man auch noch gleichzeitig Sonnenkraft tanken kann? Das oberösterreichische Windkraft-Startup Blue Power ist eine Kooperation mit DAS Energy aus Wiener Neustadt eingegangen, um die eigenen kleinen Windkraftanlagen mit Photovoltaik zu kombinieren. Die Solarenergie-Spezialisten aus Niederösterreich sorgen in der Kooperation für die biegsamen Solar-Panele, die am Mantel des Windrades montiert werden.

Die kleinen Windkraftanlagen von Blue Power können Privatkunden auf ihren Grundstücken auf einem Mast oder auf einem Hausdach installiert werden, um für das eigene Zuhause Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.

2020 soll Serienreife erlangt werden

„Wir verfolgen eine Plattform-Strategie und wollen eine ganze Reihe unterschiedlicher Windkraftanlagen anbieten“, sagt Blue-Power-CEO Herbert Gösweiner im Gespräch mit Trending Topics. „Der Mantel wird genutzt, um eine biegsame PV-Anlage zu montieren. So kombinieren wir die beiden Energieträger.“ Während die reine Windkraftanlage „Blue One“ bereits verkauft wird, gibt es von der neuen „Blue One S“ mit den Solar-Panelen derzeit nur einen Funktions-Prototypen, der 2020 serienreif gemacht werden soll.

Das Team von Blue Power rund um CEO Herbert Gösweiner. © Blue Power
Das Team von Blue Power rund um CEO Herbert Gösweiner. © Blue Power

Laut Gösweiner könne die „Blue One S“ im Optimalfall 30 bis 40 Prozent mehr Energie-Output liefern als die reine Windkraftanlage. „Wir gehen davon aus, dass so 500 Kilowattstunden pro Jahr mehr produziert werden kann“, sagt Gösweiner. Im Endkundenpreis schlägt sich das biegsame Solar-Panel natürlich nieder: Kostet die „Blue One“ rund 4.800 Euro (brutto), wird die „Blue One S“ voraussichtlich um 6.200 Euro (brutto) auf den Markt kommen. Bei beiden Anlagen muss man auch berücksichtigen, dass noch Installationskosten von rund 1.000 bis 1.5000 Euro dazukommen.

Amortisierung nach frühestens sieben Jahren

Ein Heim-Stromspeicher (diese sind noch recht teuer) ist nicht zwingend notwendig, um die Energie zwischen zu speichern. Laut Gösweiner könne man den Strom gleich im Haus verbrauchen und so den ansonsten notwendigen Netzstrom substituieren. Die Anschaffungskosten hat man Blue Power zufolge in einem Best-Case-Szenario nach sieben Jahren wieder drinnen, in schlechteren Szenarien dauert es 13 bis 15 Jahre. Abhängig ist das vom Standort – je mehr Wind weht und je mehr die Sonne scheint, desto mehr Strom wird klarerweise produziert.

Am Montag hat Blue Power auch eine Crowdinvesting-Kampagne gestartet. Diese hat das Ziel, bei Investoren mehrere hunderttausend Euro einzusammeln. „In einer privaten Vorbereitungsphase haben bereits 62 Crowd-Investoren das oberösterreichische Startup mit mehr als 100.000 Euro unterstützt“, heißt es seitens des Unternehmens. „Darüber hinaus liegen unterzeichnete Term Sheets von mehreren Business Angels über weitere 150.000 Euro vor.“

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Exklusiv: Herbert Gösweiner, CEO von BLUE POWER, und Paul Pöltner von CONDA sprechen im Live-Interview über die Pläne der oberösterreichischen Firma.

Gepostet von TrendingTopics.at am Dienstag, 4. Juni 2019

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