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Blue Planet Ecosystems: BioTech-Startup kooperiert mit European Space Agency

Das Dreier-Team von Blue Planet Ecosystems. © Blue Planet Ecosystems
Das Dreier-Team von Blue Planet Ecosystems. © Blue Planet Ecosystems

Das noch ziemlich junge BioTech-Startup Blue Planet Ecosystems hat einen neuen Deal in der Tasche: Die österreichische Firma rund um CEO Paul Schmitzberger kooperiert ab sofort mit der European Space Agency (ESA), um sich gegenseitig bei Technologien für geschlossene Ökosysteme zu befruchten. Denn während Blue Planet in Österreich Anlagen baut und beforscht, mit denen man in geschlossenen Containern Fische züchten kann, arbeitet die ESA an so genannten „Advanced Closed Loop Systems“ (ACLS), die auf der International Space Station CO2 recyceln, um Wasser zu sparen (Sauerstoff wird aus CO2 gewonnen, anstatt aus H2O).

„Wissenstransfer in beide Richtungen“

“Viele glauben, dass wir einfach nur Fischzüchter sind, aber diese Kooperation zeigt, dass es bei uns um Hightech geht”, sagt Schmitzberger. Im Rahmen der Kooperation bekommt das Team von Blue Planet Zugang zu Know-how, Experten und Daten der ESA und darüber hinaus eine kleine Förderung im Rahmen von 50.000 Euro. “Wir schaffen es so, unsere Technologie mit Top-Experten abzugleichen. Wir arbeiten an den gleichen Problemstellungen. Im Optimalfall findet ein Wissenstransfer in bei Richtungen statt. Das Projekt soll zeigen, wie nützlich die Weltraumforschung auch für kleine Unternehmen wie das unsere ist”, so Schmitzberger.

Bei Trending Topics-Lesern ist Blue Planet Ecosystems bereits bestens bekannt – beim Voting zum Startup des Jahres schaffte es das Startup auf Platz 3. Nach einer Zeit im Silicon Valley holte sich die Jungfirma  ein Investment von etwa einer Million Euro bei internaitonalen Investoren (Trending Topics berichtete).

© Blue Planet Ecosystems
© Blue Planet Ecosystems

Nachhaltige Erzeugung von Protein

Die ESA sucht seit längerem über ihre Business Incubation Center (ESA BIC) die Zusammenarbeit mit Startups in jedem ihrer Mitgliedsländer. In Österreich gibt es am Science Park Graz das österreichische das ESA-BIC-Zentrum. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Blue Planet Ecosystems“, so Martin Mössler, General Manager des ESA BIC Austria. „Die Europäische Raumfahrtagentur haben sowohl das starke Team, als auch die angewandte Technologie vollends überzeugt. Blue Planet Ecosystems ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie Weltraumtechnologien wesentlich zur Lösung sozioökonomischer Herausforderungen auf der Erde beitragen.“

Im Falle von Blue Planet soll die Erzeugung Nahrungsmitteln nach Kreislaufprinzipien besonders interessant. „Das ist eine Lösung, welche aktuell auf der Internationalen Raumstation, ISS, getestet- und auf Missionen zu Mond und Mars von zentraler Bedeutung sein wird“, so Mössler weiter. „Das Wichtigste aber ist, dass Blue Planet Ecosystems mittels Raumfahrttechnologien eine nachhaltige und global anwendbaren Möglichkeit zur wirtschaftlichen Erzeugung von Protein bietet.“

+++ ESA BIC: In Graz entwickelt die Europäische Raumfahrtsagentur Startups +++

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