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block.one: Neues Blockchain-Betriebssystem nimmt 185 Millionen Dollar in fünf Tagen ein

Ein ICO ist wie Crowdfunding in einer komplett abgeschotteten digitalen Welt. © flickr_CC2.0_BTC Keychain
Ein ICO ist wie Crowdfunding in einer komplett abgeschotteten digitalen Welt. © flickr_CC2.0_BTC Keychain

Die Nachrichten überschlagen sich. Gestern gab die südkoreanische Regierung bekannt, Ethereum und Bitcoin mit weitreichenden Regulierungen legalisieren zu wollen. Hintergrund: In dem ostasiatischen Land ist der Handel mit den Krypto-Währungen sehr beliebt. Die Regierung befürchtet Geldwäsche und will die Anleger vor Betrug schützen.

Daher plant das Land als eines der ersten Regulierungen für die ICO („Initial Coin Offerings“). Ein staatliches Blockchain-Netzwerk steht anscheinend in den Startlöchern. Daher will die südkoreanische Finanzkommission private ICOs detailliert prüfen, bevor sie in den offenen Verkauf gehen.

185 Millionen Dollar in fünf Tagen

Einen gewaltigen Start hat gestern block.one hingelegt. Nach dem Bancor-ICO vor 14 Tagen mit 156 Millionen US-Dollar hat das Ethereum-Netzwerk bereits den nächsten Rekord. Das Blockchain-Betriebssystem zur Unterstützung dezentralisierter Anwendungen für Firmen hat in den ersten fünf Tagen einer Token-Ausgabe von 341 Tagen, 651.902 Ether (ETH) erhalten, was knapp 185 Millionen US-Dollar entspricht.

Der strategische Unterschied zum Bancor-ICO: block.one wählte einen langen Zeitraum der Token-Ausgabe um den gewohnten Ansturm, der oftmals mit technischen Ungenauigkeiten und verprellten Anlegern einhergeht, zu vermeiden. Beim Bancor-ICO war es zu Problemen gekommen und einige Anleger konnten ihre Transaktionen nicht platzieren. Weitere 700 Millionen EOS-Token (was 70 Prozent der gesamten  Token bedeutet) wurden auf 350 aufeinanderfolgende Zeiträume von 23 Stunden mit je 2 Millionen Token aufgeteilt.

Asynchrone Kommunikation, sichere Transaktionen

Bislang scheiterten Blockchain-Lösungen an der parallelen Bereitstellung von asynchroner Kommunikation und der Verarbeitung mehrerer hunderttausend Transaktionen pro Sekunde. Die Hoffnung vieler Firmen ist groß, dass block.one dieses Meisterstück gelingen wird.

Die Software will Entwicklern den Bau eigener Anwendungen auf der EOS.IO-Blockchain ermöglichen, die zahlreiche verschiedene Geschäftsmodelle zulassen soll – ohne finanzielle Gegenleistung der Unternehmen und ohne die technischen Störfälle der bisherigen ICOs.

Thompson Reuters Group mit erster Anwendung für Finanzdaten

Das dezentrale Netzwerk ist auch für Medien interessant. Die Thompson Reuters Group will die Technologie nutzen, um eigenen Kunden aus dem Finanzsektor die Übertragung ihrer Daten über Block IQ zu gewährleisten. Damit ließen sich Finanzdaten in Echtzeit und sicher übertragen.

Diese “Oracles” nehmen Echtzeitdaten aus der Realität auf. Seien es Wetterdaten an einem bestimmten Ort, Börsenkurse, Zwischenergebnisse im Sport oder Wahlumfragen. Die Oracles selbst verbinden die abgeschotteten Blockchains mit der Außenwelt und unterstützen zahlreiche Anwendungsbereiche.

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