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Blackshark.ai: Grazer konstruieren 1,5 Milliarden Gebäude für „Flight Simulator“

© Microsoft
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Zwei Jahre lang hat das Projekt gedauert, nun ist es so weit: Mit der Veröffentlichung des Flug-Simulators „Microsoft Flight Simulator“ erntet auch eine österreichische Firma ihre Lorbeeren. Denn die Grazer Entwickler Blackshark.ai haben von Microsoft den Auftrag erhalten, 1,5 Milliarden Gebäude und über 30 Millionen Quadratkilometer Vegetation für die 3D-Umgebung des Spiel zu konstruieren. Somit können Gamer seit heute, Dienstag, über einer scharf gerenderten 3D-Welt abheben, die früher ziemlich flach war.

„Während Städte wie Seattle oder New York bereits basierend auf Photogrammetrie in der Vergangenheit rekonstruiert wurden, waren 99,8 Prozent der Gebäude, der Vegetation und der Infrastruktur des Planeten bisher nicht in 3D verfügbar“, sagt Thomas Richter-Trummer, CTO von Blackshark.ai. Ein Entwickler-Team von über 50 KI-Spezialisten, Geoingenieuren, Datenwissenschaftlern und Echtzeit-Rendering-Experten hätte intensiv daran gearbeitet, die Welt des Flight Simulator in die dritte Dimension zu bringen. Gearbeitet wurde dabei nicht nur mit KI, sondern (natürlich) auch mit der Rechenpower der Azure-Cloud von Microsoft.

Seit heute können Nutzer des Microsoft Store sowie von Steam das Spiel kaufen und gleich ausprobieren. Dabei werden aber nicht alle Daten lokal am Computer gespeichert, sondern großteils aus der Cloud geladen. Eine patentierte Blackshark.ai-Technologie lässt die Player die Daten in Echtzeit streamen.

Spin-off von Bongfish

Dass Blackshark.ai sich den Auftrag von Microsoft sichern konnte, hat eine Vorgeschichte. Es handelt sich dabei um ein Spin-off des Grazer Spielstudios Bongfish, das mit Titeln wie „World of Tanks: Frontline“, „Motocross Madness“ und dem Snowboard-Spiel „Stoked“ ab 2007 bekannt wurde. CEO Michael Putz und CTO Thomas Richter-Trummer haben Blackshark.ai erst 2020 als eigenes Unternehmen ausgegründet.

Generell arbeite man an einem digitalen Zwilling des Planeten, heißt es seitens des jungen Grazer Unternehmens. Diese Daten können nicht nur in einem Game, sondern auch im Versicherungsbereich oder für autonome Fahrzeuge eingesetzt werden. Einen kleinen Anteil des neuen Unternehmens hat sich übrigens Markus Wagner von i5invest geschnappt.

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