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Gerüchteküche: Bringt Bitpanda eine eigene Kreditkarte auf den Markt?

Visa-kreditkarte (Symbolbild). © Photo by Nathan Dumlao on Unsplash
Visa-kreditkarte (Symbolbild). © Photo by Nathan Dumlao on Unsplash

Es ist nicht lange her, dass die Wiener Krypto-Firma ein Investment des österreichischen VCs Speedinvest bekommen, den Startschuss für die Expansion in die neuen Märkte Spanien, Frankreich und Türkei gegeben und außerdem das große Ziel ausgegeben hat, einer der führenden Neobroker Europas werden zu wollen – da gibt es auch schon wieder Gerüchte am Markt zu einem möglichen neuen Produkt.

Ein Leser hat Trending Topics darauf aufmerksam gemacht, dass erste Bilder einer möglichen Kreditkarte von Bitpanda ins Netz entfleucht sein sollen – ein Medium-Nutzer unter dem Pseudonym „Crypto einfach“ will außerdem erfahren haben, dass mit der Visa-Kreditkarte ein Cashback-System verbunden sein soll, über das Nutzer für mit Karte bezahlte Beträge mit BEST-Token belohnt werden. Diese gibt es seit 2019 und dienen dazu, um bei Bitpanda vergünstigt Bitcoin und Co. kaufen und traden zu können. Außerdem soll die Kreditkarte Vergünstigungen bei Netflix oder Spotify bringen.

Ist das nun tatsächlich in Planung oder nur Wunschdenken eines Bitpanda-Nutzers? Liest man sich durch die restlichen Blog-Einträge von „Crypto einfach“, dann wird man schnell zu der Einsicht kommen, dass es sich da um einen besonderen Fan der Wiener Firma handeln muss.

Seitens Bitpanda heißt es zu den Gerüchten jedenfalls: „Mit großem Interesse haben wir diese Designvorschläge des Nutzers „Crypto einfach“ angesehen. Es freut uns absolut, wenn User ihre Produktvorschläge so innovativ mitteilen. Wir bei Bitpanda halten es mit unseren Announcements wie gehabt: Sämtliche Neuigkeiten teilen wir erst dann mit der Öffentlichkeit, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist – das betrifft auch eine mögliche Bitpanda Kreditkarte.“ Ein Dementi klingt anders.

Viele Fintechs setzen auf Visa und Mastercard

Würde eine solche Kreditkarte Sinn machen? Viele andere Fintechs in Europa und den USA setzen mittlerweile auf Kreditkarten. Die Challenger-Banken N26, Monzo oder Revolut sowieso, aber auch bei Klarna, TransferWise oder Robinhood bekommen Nutzer mittlerweile Debit- oder Kreditkarten, die auch der Kundenbindung dienen und (wenn entsprechend oft im Alltag genutzt) auch Interbanken-Entgelte versprechen. Bei der Trading-App Robinhood bekommen User eine Mastercard, mit der sie unterwegs zahlen können.

Im Crypto-Bereich ist sicher noch vielen TenX in Erinnerung – das kontroverse Krypto-Startup rund um Tiroler Gründer will seine Nutzer mit einer Kreditkarte beglücken, mit der man Krpyto-Geld quasi über den Umweg Plastikkarte ausgeben können soll. Nicht zuletzt hat auch Coinbase eine eigene Visa-Kreditkarte im Programm. Man darf also gespannt sein, ob Bitpanda den Weg vieler anderer Fintechs einschlägt.

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