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Krypto-Händler Bitpanda bringt eine eigene Visa-Karte auf den Markt

Die Visa-Karte von Bitpanda. © Bitpanda
Die Visa-Karte von Bitpanda. © Bitpanda

Binance hat eine, Coinbase hat eine, Crypto.com hat eine – und Bitpanda hat jetzt auch eine. Gerüchte dazu gab es bereits 2020, nun stellt der Wiener Neobroker, der auf Krypto-Assets spezialisiert ist, heute seine eigene Visa-Debitkarte vor. Mit dieser kann man (sofern man das will) künftig alle bei Bitpanda versammelten Assets (neben Kryptowährungen derzeit auch Edelmetalle) in Online-Shops oder Läden ausgeben. Nutzer in der Eurozone können die Karte ab sofort via App oder auf der Webseite kostenlos vorbestellen.

Generell sollen keine Kartengebühren noch monatliche Kontogebühren anfallen. „Wir berechnen nur die üblichen Handelsprämien, die Sie ohnehin zahlen müssten, wenn Sie Ihre Investition irgendwann wieder in Euro konvertieren wollten“, heißt es seitens Bitpanda – ansonsten würde man kein Geld mit der Karte verdienen. Bei jeder Kartenzahlung erhalten bestimmte Nutzer bis zu 2 Prozent Cashback in Bitcoin – und zwar jene, die BEST VIPs sind, also eine bestimmte Menge der Bitpanda-Token ihr eigen nennen. Das soll sie dazu motivieren, die Karte möglichst oft zu benutzen.

Die neue Bitpanda-Karte ist kostenlos, bringt aber einige Gebühren mit sich

Krypto, Edelmetalle oder Fiat

„Unser Anspruch ist es, Produkte zu entwickeln, die es so noch nicht auf dem Markt gibt und die zu unserer Mission passen, finanzielle Barrieren abzubauen und die Finanzwelt für wirklich jeden zugänglich zu machen“, heißt es seitens Eric Demuth, CEO und Mitgründer von Bitpanda. „Insofern sollte es doch möglich sein, mit den Assets der persönlichen Wahl bezahlen zu können. Aufgrund dieser fehlenden Flexibilität entstand die Bitpanda Card, die es Nutzern nun endlich ermöglicht, jederzeit in der Währung oder dem Asset ihrer Wahl bezahlen können, egal ob sie sich nun für Krypto, Edelmetalle oder Fiat entscheiden.“

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Noch kein Support für Apple Pay

Die Karte komme „zu einem Zeitpunkt, wo Kryptowährungen immer klarer in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rücken“. Es sei „das fehlende Puzzleteil im Bereich der digitalen Finanzwelt“, so Demuth. Bitpanda zählt nun etwa 1,6 Millionen Nutzer – nun wird spannend, wie viele von ihnen sich die Karte bestellen werden. Eine Anbindung an die Mobile-Payment-Systeme Google Pay und Samsung Pay gibt es auch. „Wir arbeiten bereits daran, auch Apple Pay anzubieten, jedoch ist dieser Dienst derzeit nicht für europäische Kryptokarten verfügbar“, heißt es.

„Wir bei Visa pflegen enge Beziehungen mit unseren regionalen Partnern auf der ganzen Welt, um mit ihnen zusammen die Zukunft der Zahlungssysteme in Abstimmung mit den entsprechenden Marktkonditionen voranzutreiben. Daher freuen wir uns, eine Partnerschaft mit einem so innovativen und erfolgreichen Unternehmen wie Bitpanda einzugehen. Gemeinsam launchen wir in Österreich Visa Debit als zukunftsorientiertes Kartenprodukt, das von nun an auch für Kunden in Österreich und der gesamten Eurozone verfügbar sein wird“, so Stefanie Ahammer, Country Manager Visa Austria.

Dass Fintechs bzw. Krypto-Startups und -Unternehmen Kreditkarten bzw-Debitkarten an Kunden ausgeben, ist keine Neuheit. Und auch keine leichte Angelegenheit: Das Startup TenX von österreichischen Gründern etwa scheiterte daran, erfolgreich eine Kreditkarte mit Anbindung an die eigenen Krypto-Assets auf dem Markt zu platzieren. Offen ist auch die Frage, wie viele Menschen tatsächlich mit Kryptowährungen bezahlen wollen. Die Kurse sind hoch volatil, was Bitcoin und Co. nicht unbedingt zu guten Zahlungsmitteln im Alltag macht.

Gerüchteküche: Bringt Bitpanda eine eigene Kreditkarte auf den Markt?

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