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Bitmovin: Kärntner Videostreaming-Scale-up holt 20,7 Mio. Euro Investment

Stefan Lederer (CEO) und Christopher Müller (CTO) von Bitmovin. © Bitmovin
Stefan Lederer (CEO) und Christopher Müller (CTO) von Bitmovin. © Bitmovin

Die nächste große Finanzierungsrunde für ein österreichisches Scale-up ist da: Die auf Videostreaming spezialisierte Tech-Firma Bitmovin hat soeben eine Finanzierungsrunde in der Höhe von 20,7 Millionen Euro (25 Millionen US-Dollar) in einer Serie C bekannt gegeben. Die Runde wird von Swisscom Ventures angeführt, mit Beteiligung von Climb Ventures und den bestehenden Investoren Atomico, Highland Europe und Constantia New Business. Insgesamt steigert das das Risikokapital, das Bitmovin bis dato aufgenommen hat, auf satte 56 Millionen Euro (68 Millionen Dollar).

„>Der Markt für Online-Video-Streaming ist exponentiell gewachsen – mindestens um das 10-fache – seit wir Bitmovin im Jahr 2013 gegründet haben“, so Stefan Lederer, CEO und Gründer von Bitmovin, in einer Aussendung. „Mehr Konsumenten als je zuvor ziehen es vor, Inhalte auf jedem Gerät und zu jeder Zeit anzuschauen, statt in linearen Programmen. Dieser Trend wird durch Fortschritte in der Konnektivität und Unterhaltungselektronik sowie durch Innovationen bei Streaming-Technologien weiter angeheizt. Wir sind stolz darauf, eine führende Rolle bei der Transformation der Streaming-Industrie einzunehmen, indem wir neue Dienste rund um den Globus ermöglichen.“

Bitmovin: Kärntner Videostreaming-Spezialist bei Tech-Emmys ausgezeichnet

Renommierte Kunden auf der Liste

Im Zuge der Corona-Pandemie und den weltweiten Lockdowns hat Bitmovin natürlich einen starken Zuwachs bei der Videonutzung verzeichnet. Die in Kärnten gegründete Firma verzeichnete einen 118-prozentigen Anstieg bei der Videowiedergabe, einen Plus von 220% bei den angesehenen Minuten und einen 380%igen Anstieg beim Netzwerkverkehr von Videos. Zu den Kunden, die die Software für schnelles, hochqualitatives Videostreaming setzen, zählen unter anderem discovery+, fuboTV, DAZN, BBC, RTL, RedBull Media House, Globo, ClassPass und The New York Times. Da Videostreaming viel teure Bandbreite benötigt, ist das von Bitmovin entwickelte Kompressionverfahren gefragt – Angaben der Firma zufolge bringt es Bandbreiteneinsparungen von bis zu 60 Prozent.

Neben klassischen Video-Streaming im news- und Unterhaltungsbereich haben sich in der Pandemie neue Geschäftsfelder für Bitmovin eröffnet – etwa bei Online-Fitness, E-Learning, digitalen Gottesdiensten und im E-Commerce. Wie berichtet wurde das Unternehmen vor nicht alzu langer Zeit bei den Tech-Emmys ausgezeichnet – neben Streaming-Riesen wie Netflix, YouTube oder Disney. 2019 hat Bitmovin außerdem 20 Millionen Euro bei der Europäischen Investitionsbank aufgenommen.

Bitmovin bekommt 20 Mio. Euro von der European Investment Bank

Durchstarter in den USA

Bitmovin ist eines jener Erfolgsbeispiele für den Markteintritt in den USA. Bereits vor mehreren Jahren hat das Unternehmen, das in Kärnten gegründet wurde, einen Firmensitz in Delaware errichtet. Schon damals formulierten die Gründer das Ziel, einmal ihr Unternehmen an die Börse bringen zu wollen. Mittlerweile befindet sich der offizielle Firmensitz ist San Francisco. Das Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung befindet sich nach wie vor in Klagenfurt. Hervorgegangen ist das Startup aus der Mitarbeit der Gründer am MPEG-DASH-Videostreaming-Standard im Jahr 2012.

Vor ziemlich genau zwei Jahren, im April 2018, hat Bitmovin eine Finanzierungsrunde von 30 Mio. Dollar (24,4 Mio. Euro) durchgeführt. „Der Börsengang ist unser Hauptziel, den Exit suchen wir nicht“, sagte damals Bitmovin-CEO Lederer zu Trending Topics. Diesem Ziel ist man mit der Aufnahme neuer Investoren möglicherweise einen Schritt näher gekommen.

Bitmovin: Kärntner Videostreaming-Startup holt sich in Megarunde 30 Millionen Dollar von Investoren

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