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Bitiago: Firma mit Bitcoin-Automaten schlittert in den Konkurs

Andreas Eckhart und Amar Sayyed von der Crypto Consulting GmbH. © bitiago
Andreas Eckhart und Amar Sayyed von der Crypto Consulting GmbH. © bitiago

+++ Update: Welser Krypto-Firma musste nach Raubüberfall Konkurs anmelden +++

Am Landesgericht Wels ist das Konkursverfahren gegen die Crypto Consulting GmbH eröffnet worden, die am Markt unter der Marke Bitiago aufgetreten ist. Die Firma hatte sich auf Beratungen und den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert und wollte Bitcoin-Automaten in Österreich aufstellen, doch in den letzten Monaten ist es ruhig um die Firma geworden.

2018 hatte Bitiago noch eine Crowdfunding-Kampagne bei Conda abgeschlossen und bei 115 Investoren insgesamt 140.000 Euro eingesammelt. „Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln!“ – mit diesem Slogan wurde bei Conda geworben.  Nun musste am 8. August 2019 einen Insolvenzantrag am Landesgericht Wels eingebracht werden.

Es gab große Pläne

Bei den Investoren dürfte sich im Laufe 2019 dann eine gewisse Unzufriedenheit eingestellt haben. Zinsen hätten an die Crowd-Geldgeber nicht ausbezahlt werden können, weil das den Fortbestand des Unternehmens gefährdet hätte. Das Investoren von Crowd-Kampagnen mit Ausfällen rechnen müssen, ist aber auch klar.

Im Vorjahr hatte Bitiago der beiden Geschäftsführer und Eigentümer Andreas Eckhart und Amar Sayyed den Plan, 20 Krypto-Automaten etwa in Einkaufszentren aufzustellen. Dort sollten Kunden Euro gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen tauschen können. Außerdem, so der Plan, sollte eine Krypto-Exchange online gehen, zusätzlich wollte Bitiago ins Mining-Geschäft einsteigen. Daraus wird wohl nichts mehr.

Die Website von Bitiago ist nicht mehr erreichbar, jene der Crypto Consulting GmbH befindet sich derzeit „im Umbau“. Auch sind die Geschäftsführer vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar gewesen.

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