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Bitiago: Cointed-Konkurrenz startet heute Crowdfunding-Kampagne

Andreas Eckhart und Amar Sayyed mit dem neuen ATM. © bitiago
Andreas Eckhart und Amar Sayyed mit dem neuen ATM. © bitiago

Das Geschäft mit der Krypto-Zulieferindustrie brummt. Jetzt gehen die beiden Welser Andreas Eckhart und Amar Sayyed mit den ersten Two-Way-ATMs für Bitcoin und Co. an den Start. Pikantes Detail: Der Zulieferer des bisherigen Platzhirschen Cointed, General Bytes, ist der Lieferant für die Bitcoin-Automaten. Bitiago startet heute einen Crowdfunding-Kampagne auf Conda. Die beiden Geschäftsführer Sayyed und Eckhart wollen bis zu 750.000 Euro damit einnehmen, um die Infrastruktur für Kryptowährungen in Österreich weiter zu stärken.

„Crowdfunding attraktiver als ICO“

Investoren bekommen für das Nachrangdarlehen eine fixe Verzinsung von 4,5 Prozent (early bird 5,5 Prozent) und eine nicht genauer ausgeführte Gewinnbeteiligung. Die Crowdfunding-Kampagne soll zwei Monate dauern. 50.000 Euro haben die Unternehmer durch private Investoren bereits aufgestellt. „Wir haben uns für das klassische Crowdfunding entschieden, weil es viele Scams bei den ICOs gab. Auch große Unternehmen nehmen nicht das geplante Geld ein“, sagt Sayyed. „Auch die Kosten-Nutzungsrechnung ist bei Crowdfunding um einiges besser. Wir wollen das Investoren-Geld nicht nur für das ICO-Marketing ausgeben.“

Ein halbwegs wahrnehmbarer ICO kostet mindestens 300.000 Euro. Rechtliche und steuerliche Details, Marketing-Kampagnen und Börsen-Listings verschlingen oftmals vor dem Start bereits viel Geld.

Transparente Gebühren

Im Angebot werden die fünf bis sechs gängigsten Kryptowährungen an den Automaten zu haben sein. Bislang gibt es in Österreich laut Coinatmradar 94 Automaten, an denen man Bitcoin kaufen kann. Im Wiener Hotel Schani (Trending Topics berichtete) und im House of Nakamoto stehen zwei der wenigen Automaten in Österreich, die auch Auszahlungen zulassen. Das soll sich jetzt durch das Unternehmen Bitiago ändern.

Im Lauf des Jahres will Bitiago rund 20 Automaten in Einkaufszentren und anderen Orten des öffentlichen Interesses aufstellen. Auszahlungen sollen mit einer Gebühr von vier Prozent belegt werden. „Wir wollen sehr transparent mit den Gebühren umgehen“, sagt Eckhart. Viele Konkurrenten von Bitiago geben die Gebühren entweder nicht an oder rechnen die Fees in den Kurs ein.

Eigene Börse geplant

In Zukunft will Bitiago neben den ATMs auch eine eigene Börse eröffnen. „Die großen internationalen Exchanges nehmen aktuell keine neuen Kunden auf. Deshalb wollen wir auch in dieses Geschäft einsteigen“, so Eckhard. Wann die Börse startet, hängt vom Erfolg der Crowdfunding-Kampagne ab.

Fingerprint und Hard Wallet

Die General Bytes-ATMs aus Tschechien sind mit Fingerprint-Erkennung und der Möglichkeit, eine Hard Wallet auszudrucken, ausgestattet. Der Automatenhersteller lieferte sich mit dem Unternehmen Cointed, das bisher der einzige Ansprechpartner für ATMs in Österreich war, eine öffentlich Schlammschlacht – nachzulesen im Bitcointalk rund um den ICO des Unternehmens.

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