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#BitcoinDay bringt harten Preissturz am gesamten Krypto-Markt

El Salvadors Präsident Nayib Bukele. © Presidency of the Republic of El Salvador
El Salvadors Präsident Nayib Bukele. © Presidency of the Republic of El Salvador

„Buying the dip“, twittert Präsident Nayib Bukele mit Augenzwinkern und verrät der Welt, dass das kleine, mittelamerikanische Land El Salvador gerade noch einmal 150 neue Bitcoin gekauft hat –  und damit die Menge an BTC im Staatshaushalt auf 550 erhöht. Denn heute, der 7. September, ist #BitcoinDay – jener Tag, an dem El Salvador Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einführt.

Die Bürger des kleinen Landes, denen ab heute BTC im Gegenwert von 30 Dollar ausgegeben werden, können derzeit aber dabei zusehen, wie das Krypto-Geld weniger wert wird. Denn der #BitcoinDay wird von harten Preisstürzen begleitet. Der Krypto-Markt ist innerhalb von wenigen Stunden von einer Marktkapitalisierung von mehr als 2 Billionen Euro um etwa 350 Milliarden Euro eingebrochen.

Coins und Tokens durch die Bank werden hart von der Preiskorrektur getroffen. BTC fällt um 14 Prozent, Ether um fast 19 Prozent, und die Altcoins Cardano (ADA), Binance Coin (BNB), XRP, Dogecoin (DOGE), Polkadot (DOT), Uniswap (UNI) und viele weitere fallen stark um 20 bis 30 Prozent. Bitcoin liegt jetzt bei einem Preis von 39.000 Euro. Am Vormittag stand er noch bei über 44.000 Euro.

Noch nicht völlig klar sind die Gründe für diesen Absturz, doch momentan erscheint es wahrscheinlich, dass das Bitcoin-Gesetz in El Salvador indirekt dafür verantwortlich ist. Der Krypto-Händler und Analyst Scott Melker, bekannt als „The Wolf of All Streets“, sieht die Schuld bei Tradern mit großen Volumina. „Man kann davon ausgehen, dass die Wale, Bitcoin gerade an dem Tag verkaufen, an dem El Salvador die Währung zum gesetzlichen Zahlungsmittel macht“, zitiert Cointelegraph den Experten.

Ansturm auf Krypto-Exchanges und Neobroker

Der Sell-off verdeutlicht sich zur Stunde an den großen Exchanges. Die Handelsvolumina bei Binance, Coinbase, Kraken, Huobi und Co. schnellen aktuell in die Höhe, während Trader auf der ganzen Welt versuchen, ihre Krypto-Assets loszuwerden. Manche, darunter offenbar auch El Salvadors Präsident Bukele, nutzen die Gunst der Stunde, um günstiger BTC (oder andere Coins) nachzukaufen.

Der Neobroker Bitpanda meldet aktuell via Twitter, das es derzeit technische Probleme gäbe, was für einige Nutzer zu einer langsameren Leistung führen kann.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat man am Markt gesehen, dass es wieder Wachstum gibt. Einige Altcoins, darunter SOL (Solana), ADA (Cardano) oder LUNA (Terra) haben neue Allzeithochs erlebt. Nun bleibt abzuwarten, ob sich der Markt schnell wieder erholt oder es zu weiteren Panikverkäufen kommt.

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