Channel

Crypto

Krisenbewältigung

Bitcoin-Spekulanten setzen auf Angst vor einer drohenden Inflation

Bitcoin. © Unsplash
Bitcoin. © Unsplash

Am 20. Jänner, dem nächsten Mittwoch, wird der neue US-Präsident Joe Biden angelobt. Sein erstes großes Projekt wird etwa 1,9 Billionen Dollar schwer sein. Das riesige Geldpaket dient der direkten Pandemie-Bekämpfung und der Stärkung der gebeutelten Wirtschaft samt ihres erkrankten Arbeitsmarktes. Das Billionen-Paket sieht auch Helikoptergeld von etwa 1.400 Dollar für US-Bürger vor, sowie mehr Geld für Arbeitslose und für das US-Pendant zur Kurzarbeit.

Diese Nachricht hätte Analysten zufolge den Bitcoin-Kurs wieder nach oben schicken sollen. Der dadurch erhöhte Druck auf den US-Dollar lässt laut einer Aussendung der führenden Crypto-Exchange Binance „Bitcoin-Spekulanten die gesamte makroökonomische Entwicklung als Katalysator“ ansehen, um die Kryptowährung auf ein neues Rekordhoch zu treiben. Parallel zum Goldkurs – BTC wird von manchen als „digitales Gold“ und Safe-Haven-Asset angesehen – hätte der Preis von Bitcoin steigen sollen, wenn Investoren aus dem Dollar flüchten.

21Shares: Bitcoin is a „Systematic Hedge Against Monetary Inflation And Geopolitical Instability“

Kurzer Run in Richtung 40k

Tat er aber nicht, zumindest nicht dauerhaft. Statt dem erwarteten Ausbruch in Richtung 40.000 Dollar oder sogar darüber bewegt sich BTC derzeit eher seitwärts und wird aktuell bei etwa 35.000 Dollar gehandelt. Nach der Ankündigung von Biden am vergangenen Donnerstag ging es für BTC tatsächlich kurz hinauf in Richtung 40.000 Dollar, doch das hielt sich nicht lange. Am Wochenende folgte der Einbruch hinunter auf 34.400 Dollar.

Hier gibt es Parallelen zum Goldpreis. Treiber des Goldpreises ist eine befürchtete Inflation, die durch das massive Gelddrucken durch den Staat hervorgerufen werden könnte. In den USA ist das Geldvolumen (Geldmenge M2) im Jahr 2020 um ein Viertel angestiegen und wird auch 2021 wachsen. Goldman Sachs rechnet mit Anstieg der US-Inflation auf drei Prozent – und die US-Notenbank Fed will das zeitweise auch durchgehen lassen und nicht gegensteuern.

Doch auch der Goldpreis steigt nicht permanent immer höher, sondern gipfelte vorerst im August 2020 bei seinem Allzeithoch von etwa 2.060 Dollar pro Feinunze. Durch die Großwetterlage rechnen Experten damit, dass der Goldpreis dieses Jahr auf 2.300 Dollar steigen könnte – und das gibt auch den Bitcoinern Anlass zur Annahme, dass auch BTC wieder in ein steileres Wachstum kommt.

Bitcoin Whales: Wenn die Reichen noch reicher werden

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Promotion

Mehr von Trending Topics