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Schlechte News lassen Bitcoin unter 30.000 Euro fallen – Ether unter 2.000 Euro

Bitcoin und Ethereum. © Pierre Borthiry on Unsplash
Bitcoin und Ethereum. © Pierre Borthiry on Unsplash

Auch am Samstag morgen müssen Krypto-Anleger erkennen, dass der Einbruch weiter geht. Bitcoin (BTC) liegt mit etwa 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche im Minus und ist Händlern nunmehr weniger als 30.000 Euro (36.000 Dollar) je Coin wert. Parallel dazu hat sich auch der Kurs von Ethereum (ETH) verschlechtert. Das zweit wichtigste Krypto-Asset am Markt liegt etwa 45 Prozent im Minus im Vergleich zur Vorwoche und ist am Markt je Token deutlich weniger als 2.000 Euro wert.

Insgesamt ist es ein dramatischer Rückgang des Krypto-Marktes innerhalb kurzer Zeit. Die gesamte Marktkapitalisierung hat innerhalb von sieben Tagen mehr als 600 Milliarden Euro verloren – von 1,8 auf 1,2 Billionen Euro rasselte der Market Cap. Zur Verdeutlichung: Das ist ein Wert in der Größenordnung von Unternehmen wie Tencent oder Berkshire Hathaway. Während Langzeit-Hodler die Schultern zucken und meinen, dass das eh nur ihr dritter Crash und gar nicht der Schlimmste sei, ist der Einbruch vor allem für jene bitter, die in den letzten Wochen investierten.

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Deutlich über Jahresbeginn und Vorjahr

Aktuell bewegt sich der Markt auf dem Niveau von vor etwa drei Monaten. Festhalten muss man aber auch, dass Bitcojn, Ethereum und Co noch deutlich über dem Level zu Jahresbeginn liegen:

FUD, also „Fear, Uncertainty and Doubt“ nennen Krypto-Fans die schlechten Nachrichten und Marktgerüchte, die immer wieder Kursrutsche auslösen. Angefangen hat die aktuelle Misere durch die Ankündigung von Elon Musk, keine Bitcoin-Zahlungen bei Tesla mehr anzunehmen. Das hat eine große Debatte über den Stromverbrauch und CO2-Ausstoss des Bitcoin-Netzwerkes ausgelöst.

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Viele geben China die Schuld

Dazu mischten sich eine Reihe anderer schlechter Nachrichten. China und andere große Staaten wie Indonesien, die Türkei oder Südkorea reagieren (wieder einmal) mit Ankündigungen zu neuen Verboten und Steuern auf den Krypto-Hype. Auch wenn China seit Jahren immer wieder Verbote für Krypto-Mining, -Trading und -Payment ausgesprochen hat – die neuerliche Betonung der Verbote haben Trader zum Anlass genommen, viele Coins und Tokens abzustoßen. Dabei kam es zu Panikverkäufen, was wiederum die Dienste von Exchanges und Brokern überlastete.

In Social Media, Foren und Messaging-Apps mehren sich mittlerweile die unbestätigten Gerüchte und Spekulationen, dass vor allem China und chinesische Interessen hinter dem Einbruch stecken. Fest steht, dass in dem Land sehr viele Miner ihre Bitcoin-Farmen stehen haben – wenn der Staat gegen diese vorgeht, dann wirft das Schatten über die Branche. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es auch abseits von China viele Einflussfaktoren gibt.

 

Wann platzt die Blase?

Je weiter man aus den Charts herauszoomt, desto klarer sieht man aber auch, dass der Krypto-Markt noch auf einem viel höheren Niveau als vor einem Jahr liegt – umso dramatischer sieht aber auch der Absturz der letzten Wochen aus. Geht man vom Maximum von 2,1 Billionen Euro Market Cap am 12. Mai (das ist gerade einmal 10 Tage her), dann muss man bis heute ein Minus von knapp 40 Prozent des Gesamtmarktes einrechnen. Bitcoin liegt 45 Prozent unter seinem Allzeithoch von 53.000 Euro, Ethereum fast 50 Prozent unter seinem All-Time-High bei knapp 3.600 Euro.

Die immer wiederkehrenden Analysen, dass sich Bitcoin bis Ende des Jahres auf 100.000 Dollar oder mehr entwickeln könnte, wirken aus heutiger Sicht gewagter als noch vor einigen Wochen. Auch Vitalik Buterin, Mastermind von Ethereum, sagte diese Woche in einem Interview, dass der Markt in einer Blase stecken würde. Die Frage, ob der Zenith schon erreicht ist oder ob es noch einmal nach oben gehen könnte, kann er genauso wenig mit Sicherheit beantworten wie alle anderen Analysten.

„Oft genug ist der Grund, warum die Blasen am Ende aufhören, weil irgendein Ereignis eintritt, das deutlich macht, dass die Technologie noch reif ist“, so Buterin weiter. Tether, XRP, Dogecoin, Internet Computer – neben Bitcoin finden sich zahlreiche Coins und Token, die allesamt große Probleme in technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht mit sich bringen.

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