Kryptowährungen

Bitcoin-News: JPMorgan, Südafrika und Japan – das war übers Wochenende los

Bitcoin. © Pixabay
Bitcoin. © Pixabay

Dem Bitcoin-Preis wurden in den vergangenen Tagen zentnerschwere Steine in den Weg gelegt. Erst das ICO-Verbot in China, dann die Aussagen des JPMorgan-CEO Jamie Dimon und der folgende Kursrutsch und über 20 Prozent. Trotz der schlechten Nachrichtenlage erholte sich der Bitcoin-Preis relativ schnell wieder und sprang zurück auf 3.675 Dollar (Montagmorgen, 05:30 Uhr). Wir fassen zum Wochenstart nochmals die Ereignisse des Wochenendes zusammen.

JPMorgan-CEO wettert gegen Bitcoin

„Bitcoin ist Betrug“, „ich würde jeden Angestellten feuern, der mit Bitcoin handelt“: JPMorgan-CEO Jamie Dimon war mitverantwortlich für das Bitcoin-Massaker am Freitag. Nach den Aussagen des Bankers und Meldungen aus China zu einem Handelsverbot brachen die Kurse von Kryptowährungen um rund 20 Prozent ein (Trending Topics berichtete). Schon 2015 äußerte sich Dimon auf einer Fortune-Konferenz sehr strikt über Bitcoin & Co. Mit der neuerlichen Kritik zog JPMorgan-Chef die Wut der globalen Krypto-Gemeinde auf sich.

McAfee widerspricht scharf

Zuerst meldete sich mit Bitcoin-Enthusiast John McAfee ein Kritiker zu Wort. McAfee zog in dem Interview mit dem Sender CNBC den Vergleich zwischen Dollar und Bitcoin. Für ihn als Miner würden pro erschaffenem Bitcoin mittlerweile über 1.000 Dollar an Stromkosten anfallen. Für die Produktion eines Dollar würden lediglich die Papierdruckkosten anfallen. McAfee argumentiert, dass damit der „Proof of work“ und damit der Wert der Bitcoin jenen eines Dollar bei Weitem übersteigen würde.

Buying the dip? JP Morgan kauft Bitcoin-Zertifikate

Am Samstag verbreitete sich über Twitter ein Posting, das einen Screenshot der nordeuropäischen Bank Nordnet, die in einem Investment-Tool die größten Kauf- und Verkaufsoptionen einzelner Assets ausweist. Und siehe da: JP Morgan-Händler sicherten sich neben anderen Großbanken wie Goldman Sachs und Barclays nach den Aussagen Dimons Positionen im Wert von drei Millionen Dollar am börsennotierten Bitcoin-Zertifikat Bitcoin Tracker One (BTX). Steigt der Bitcoin-Preis, steigt auch der Wert der Zertifikate. BTX ist ein beliebtes Instrument institutioneller Investoren, um am Bitcoin-Rausch zu partizipieren.

Südafrika: Erste große Handelskette weltweit akzeptiert Bitcoin-Bezahlung

In Südafrika bietet mit Pick n Pay die erste große Handelskette Bezahlungen über Bitcoin an. Pick n Pay ist seit 50 Jahren am Markt. Die Nummer 2 des Landes änderte 2011 nach einer schweren Krise, die über 3.000 Menschen den Job kostete, die Strategie: Ein klarer Fokus auf Online-Bestellungen, Lieferservice und kleinere stationäre Läden. Seitdem gilt die Kette als digitaler Vorreiter im Retail-Sektor. Mittels eines QR-Codes auf der Quittung und der Software des Herstellers Electrum können Kunden ab jetzt ihre Einkäufe via Smartphone und Online-Wallet bezahlen.

Japan nach Exodus aus China wieder mit dem größten Handelsvolumen

China ist Heimat von 10 bis 15 Prozent aller Krypto-Trader. Nach der Ankündigung alle Tauschbörsen im Land zu schließen, hat sich das chinesische Handelsvolumen Richtung Ausland verlagert. Obwohl den beiden größten Plattformen OKCoin und Huobi eine Frist bis Ende Oktober gewährt wurde, zogen die Anleger ihre Positionen Richtung Japan und Südkorea ab. Beide Länder haben in den vergangenen Monaten die rechtliche Situation der Tauschbörsen signifikant verbessert. Mit Coincheck wurde in Japan die erste Tauschbörse offiziell von den Behörden als Handelsplatz anerkannt. Nachdem Bitcoin Anfang April 2017 als Währung anerkannt wurde, brauchen alle Tauschbörsen Genehmigungen des Finanzministeriums. In Japan stieg das Handelsvolumen auf 50,75 Prozent an. Damit ist Japan weltweit wieder die Nummer 1.

Editors Note: Investments in Krytocoins oder Token sind hoch spekulativ und der Markt ist weitestgehend unreguliert. Jeder, der Aktivitäten in Erwägung zieht, sollte in Betracht ziehen, dass sein komplettes Investment verloren gehen könnte. 

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