Blockchain

Bitcoin-News: Ein Pyramidenspiel, Ethereum-Gründer investiert in ICO, und US-Börsenaufsicht wird aktiv

Bitcoins. © antanacoins/VisualHunt (CC BY-SA)
Bitcoins. © antanacoins/VisualHunt (CC BY-SA)

Der Bitcoin-Kurs ist nach einer durchwachsenen Woche aktuell wieder relativ stabil bei 3.900 Dollar, auch Ethereum hat sich irgendwo bei rund 290 Dollar eingependelt. In Österreich stehen die Zeichen in der Startup-Szene derzeit auch voll auf Blockchain – nicht zuletzt wegen dem ICO von HEROcoin und dem Vorhaben von startup300, Linz zu einem Kompetenzzentrum für die Technologie entwickeln zu wollen. Events zum Thema folgen diese und nächste Woche (Trending Topics berichtete).

International tut sich weiter viel. Wie jeden Tag fassen wir zusammen, welche Entwicklungen es rund um Bitcoin, Ethereum und ICOs auf der ganzen Welt gibt:

Pyramidenspiel mit Bitcoin-Fonds

Die US-Behörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) wirft der US-Firma Gelfman Blueprint Inc. (GBI) vor, sich an den Einzahlungen von mehr als 80 Investoren in einen Fonds bereichert zu haben. Den Anlegern war versprochen worden, dass ein Algorithmus im Hochfrequenzhandel mit Bitcoins zwei Prozent Rendite pro Woche schaffen hätte können.

Die Anleger hatten insgesamt rund 600.000 Dollar eingezahlt, allerdings hat der Fonds zwischen 2014 und 2016 nur an 17 Tagen Bitcoins getradet – und das mit Verlust. Verlangte ein Anleger die Auszahlung seiner „Gewinne“, dann hätte die Fonds-Betreiber laut CFTC Einzahlungen der anderen Kunden dazu verwendet – ein Pyramidenspiel. 2015, nachdem der Fonds bereits leer war, sei den Anlegern dann vorgegaukelt worden, dass bei einem Hack sämtliche Bitcoins gestohlen worden seien. Die CFTC verlangt von GBI jetzt, dass alle Einzahlungen samt Zinsen rückerstattet werden müssen.

Ethereum-Mitgründer investiert in Unikrn-ICO

Das Startup Unikrn aus Seattle hat im Zuge seines Initial Coin Offering (ICO) seit Freitag bereits umgerechnet mehr als 25 Millionen Dollar eingenommen. Unikrn will mit UnikrnGold eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen, mit der man auf Internetseiten auf eSports-Games wetten kann (HEROcoin aus Österreich lässt grüßen). Beim Vorverkauf der neuen Token haben prominente Namen teilgenommen: Ethereum-Mitgründer Anthony Diiorio, Investor Mark Cuban, Blockchain Capital, Pantera Capital und Draper’s Dragon Fund haben sich bereits größere Mengen an UnikrnGold gesichert.

Der ICO läuft noch rund einen Monat und hat einen Hard Cap von 100 Millionen Dollar. Unikrn baut wie viele andere ICO-Startups auf der Ethereum-Blockchain auf und wurde 2014 gegründet.

Kakao Talk: Südkoreanische Messaging-App launcht Exchange

In Asien ist Kakao Talk ähnlich verbreitet wie WhatsApp, WeChat oder Messenger in anderen Ländern und zählt eigenen Angaben zufolge rund 200 Millionen Nutzer. Jetzt launcht die Betreiberfirma gemeinsam mit dem FinTech Dunamu eine eigene Börse für den Handel von mehr als 110 Kryptowährungen (inklusive Bitcoin, Ethereum, Ripple und Litecoin) und gleich vom Start weg der größte Exchange in Südkorea werden. Die Börse nennt sich Upbit und wird auf iOS, Android sowie im Web verfügbar sein. In den Apps sollen Nutzer nicht nur ihr Portfolio einblicken können, sondern auch Investment-Tipps bekommen. Zur Authentifizierung der Nutzer wird unter anderem Kakao Pay verwendet, außerdem gibt es eine Partnerschaft mit der US-Börse Bittrex.

US-Börsenaufsicht will Blockchain und ICOs diskutieren

Am 12. Oktober lädt die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) zu einer Veranstaltung zum Thema Blockchain, ICOs und deren Auswirkungen auf den Wertpapierhandel ab. Das Meeting folgt auf Warnungen der SEC, dass ICOs von Betrügern ausgenutzt werden könnten. Bis dato hat die Behörde vier Firmen den Verkauf von Token untersagt. Außerdem hat sie im Falle des Token-Verkaufs von The DAO geurteilt, dass Token als Wertpapiere behandelt werden müssen. Die Veranstaltung in Washington im Oktober gilt nun als richtungsweisend, wie die SEC künftig regulativ in den ICO-Markt eingreifen wird.

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