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Bitcoin: Leichtes Aufatmen an den Krypto-Börsen – doch was ist mit den Minern?

© Photo by Jason Appleton from Pexels
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„Buy the Dip“ – die alte Hausregel von Investoren zeigt sich derzeit an den Krypto-Märkten. Nachdem die Kurse von Bitcoin kürzlich in den Keller rasselten, haben sie sich am Dienstag wieder einigermaßen erholt. Nach einem Tief bei 6.600 Dollar konnte sich BTC wieder zu einer aktuellen Bewertung von rund 7.200 Dollar aufraffen. Ethereum wird wieder bei knapp 150 Dollar gehandelt, und die Marktkapitalisierung wandert wieder aufwärts in Richtung von 200 Milliarden Dollar.

Das starke Absacken der Kurse von an Exchanges gehandelten Kryptowährungen hat Trader dazu gebracht, wieder vermehrt vergleichsweise günstig Bitcoin und Co zuzukaufen. Wie machen sie das? Sie greifen wie so oft zum Stablecoin Tether, der in den vergangenen 24 Stunden das meist gehandelte Krypto-Asset war. Das Bild an den Börsen ist divers: Während einige Exchanges ein sinkendes Volumen berichten, profitieren andere, eher unbekanntere Börsen von den aktuellen Zukäufen.

Minen wird immer schwieriger

Was hat den Preisverfall der letzten Tage verursacht? Da gibt es viele Spekulationen. Ins Treffen geführt werden Vorkommnisse in Asien, wo etwa die chinesische Volksbank davor warnte, die von Präsident Xi Jinping gelobte Blockchain-Technologie bloß nicht mit Kryptowährungen zu verwechseln (Trending Topics berichtete).

Doch es gibt nun auch noch eine andere Theorie: Das Mining-Business. So sollen einem Bericht von Blockmanity.com zufolge immer mehr Bitcoin-Schürfer aufgeben, weil es sich das Minen von BTC aktuell gerade mit älteren Maschinen kaum mehr lohnt. F2Pool, einer der größten Mining-Pools der Welt, zufolge sollen seit Mitte November hunderttausende Miner aus dem Netzwerk genommen worden sein, die für das aktuelle Schwierigkeits-Level (ausgelöst durch eine immer höhere Hash-Rate) nicht gerüstet sind. Stattdessen sollen die Betreiber dieser Miner größere Mengen von Bitcoin zu Geld gemacht haben, um liquide zu bleiben. Das Mehr an kaufbaren BTC an den Märkten könnte in Folge für ein schnelles Absacken der BTC-Preise gesorgt haben.

„Halving“ kommt 2020

Dazu kommt, das am 20. Mai 2020 das so genannte „Halving“ bei Bitcoin ansteht. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt pro Tag nur mehr halb so viele BTC gemint werden können wie heute – ergo bekommen die Miner auch nur mehr halb so viele „Block Rewards“. Das könnte zum einen zur Folge haben, dass es sich für noch mehr Miner nicht mehr rentiert, Bitcoin zu schürfen, andererseits könne die zu erwartende Verknappung neu auf den Markt kommender BTC wieder für ein Ansteigen der Preise sorgen.

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