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Bitcoin könnte als Gold-Alternative 146.000 Dollar erreichen

Bitcoin. © Unsplash
Bitcoin. © Unsplash

Bitcoin hat mit Anfang Jänner ein neues Allzeithoch von 35.000 Dollar erreicht – und damit Fantasien genährt, dass der Kurs mittel- bis langfristig auf 50.000, 100.000 oder gar eine Million Dollar steigen könnte. Solche Prognosen kommen aber meist von jenen, die ohnehin schon dick in BTC investiert sind und von jedem neuen Hype rund um die Kryptowährung zusätzlich profitieren werden.

Von gestandenen Bankern sind solche Prognosen eher selten zu hören. Umso spannender also, wenn Analysten der US-Großbank JP Morgan voraussagen, dass Bitcoin das Zeug dazu hat, auf 146.000 Dollar zu steigen. „Der Wettbewerb von Bitcoin mit Gold hat in unseren Augen bereits begonnen“, heißt es seitens JP Morgan. „Wenn man bedenkt, wie groß die finanzielle Investition in Gold ist, bedeutet eine Verdrängung von Gold als ‚alternative‘ Währung langfristig einen großen Vorteil für Bitcoin.“

Der Trend hat – im Kleinen, versteht sich – bereits begonnen. 2020 sind vermehrt institutionelle Investoren (Unternehmen, Versicherungen, Banken, Fonds) auf den Geschmack gekommen und haben Milliarden an US-Dollar in BTC investiert. Also Geld, dass sie genauso gut in Gold stecken hätten können, um so Wert über Zeit zu speichern. Doch die Zuwachsraten und die Möglichkeit, Bitcoin ohne große Tresore (ergo Kosten) verwahren zu können, hat Big Money auf den Geschmack gebracht.

Angst vor Inflation: Big Money kauft den Bitcoin-Markt leer

Fluss von Gold zu Bitcoin

Ein Beispiel: Während in der letzten Zeit etwa sieben Milliarden Dollar aus Gold genommen wurden, ist der auf BTC fokussierte Grayscale Bitcoin Trust um drei Milliarden Dollar gewachsen. Auch Coinbase, führender Krypto-Händler in den USA, sagt, dass Hedge-Fonds zunehmend seine Dienste in Anspruch nehmen würden, um „große und komplexe“ Transaktionen in Crypto durchzuführen.

Bitcoin hält derzeit bei einer Marktkapitalisierung von etwa 640 Milliarden Dollar. Um beim Volumen mit jenem Gold gleichzuziehen, das in Form von Barren, Münzen bzw. in ETFs liegt, müsste sich das Krypto-Asset noch vier- bis verfünffachen. Dementsprechend kommen die Analysten dann auch auf einen möglichen Preis von den erwähnten 146.000 Dollar.

Diese Kalkulation ist aber unabhängig von dem aktuellen Hype. Dieser könnte schon dafür sorgen, dass BTC auf mehr als 50.000 oder gar 100.000 Dollar wächst, nur hätte das wenig Substanz – in Folge könnte eine solche Blase auch schnell wieder in sich zusammenbrechen. Für konservative Großanleger ist das viel zu volatil. Damit Bitcoin dauerhaft ein sicherer für Großinvestoren wird, darf der BTC-Kurs nicht mehr so stark schwanken und muss kalkulierbar werden.

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