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„Bitcoin ist erst der Anfang“: Neue Interessensvertretung für digitale Vermögenswerte

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Im Rahmen der FintechWeek in Wien ist mit der Digital Asset Association Austria (DAAA) ein neuer Verein an den Start gegangen, der Österreich in Sachen digitaler Vermögenswerte nach vorne bringen will. Zu den Gründungsmitgliedern und Partnern gehören Vertreter von Startups und Firmen wie Herosphere (Bernhard Blaha), Conda (Daniel Horak), Anita Posch (PoshMedia), Bitpanda (Paul Klanschek), Chris Miess (Iconic Capital) oder Blockpit (Florian Wimmer), Wikifolio (Andreas Kern), Alfred Taudes (Krypto-Institut der WU) oder Stadler Völkel Rechtsanwälte (Oliver Völkel) – also viele, die sich mit Kryptowährungen, Blockchain und Fintech intensiv auseinandersetzen.

Chris Miess von Iconic Capital ist Obmann, Anita Posch Obfrau, Initiator des Vereins ist Christian Niedermüller (cerberus).

„Bitcoin ist erst der Anfang“

Ziel ist die „Förderung und nachhaltige Entwicklung des Ökosystems für digitale Vermögenswerte in Österreich“, und dafür will man als Brücke zwischen Akteuren (also Unternehmen) und Entscheidungsträgern (also der Politik und zuständigen Behörden) fungieren. „Bitcoin ist erst der Anfang. Jetzt folgt die Digitalisierung von Vermögenswerten wie Grundeigentum, Unternehmensbeteiligungen oder Urheberrechten. Diese Bereiche sind völlig neu, daher braucht es Kooperation und ganz besonders Wissensvermittlung, um Österreich vorne zu positionieren“, sagt Obfrau Anita Posch.

Was sind digitale Vermögenswerte?

Unter digitalen Assets versteht die DAAA mehr als bloß Bitcoin und definiert sie wie folgt:

  1. Digitale Informationen, die alle Elemente von Eigentumsrechten grundsätzlich erfüllen,
  2. die auf einer Blockchain (oder alternativen Distributed Ledger Technologie) eingetragen und durch ein Computerprotokoll transferiert werden können
  3. und durch sogenannte Smart Contracts mit zusätzlichen Funktionalitäten ausgestattet sein könnten

Als Beispiele werden Token genannt:

  • Tokens mit einem technischen Merkmalen (z.B.: Utility Tokens)
  • Tokens mit einem rechtlichen Merkmalen (z.B.: Security Tokens)
  • Tokens mit Miteigentümerschaft (z.B.: Urheberrecht)

All diese Eigenschaften kennt man natürlich auch aus der Krypto-Welt, wo mit Blockchains gearbeitet wird und sich etwa rund um Ethereum Smart Contracts etabliert haben.

Keine Unterstützung für ICOs

Während die DAAA erfolgversprechende Projekten und Initiativen unterstützen will und auch den Anschluss an ausländische Behörden und Institutionen zur Schaffung von standortförderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen sucht, stellt man sich ausdrücklich gegen die Unterstützung von Initial Coin Offerings (ICO) oder Security Token Offerings (STO), die keinen Mehrwert bieten. ICOs haben nach vielen leeren Versprechungen von Startups, Betrügereien und rechtlichen Problemen international einen schlechten Ruf bekommen.

Die DAAA ist das erste Spinoff aus dem Fintech-Beirat des Finanzministeriums. Finanzminister Löger kündigte im Rahmen der FintechWeek auch an, dass 2019 „Regulatory Sandboxes“ in Österreich implementiert werden. Dabei handelt es sich um rechtliche Freiräume für Fintech-Startups, in denen neue Geschäftsmodelle und Technologien in nicht regulierten Bereichen ausprobiert werden können, ohne gleich rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen (Trending Topics berichtete).

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