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Bitcoin folgt den Tech-Aktien auf dem Weg nach unten

© Clifford Photography auf Pixabay
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Der Ausflug hat dann doch fast eineinhalb Monate gedauert. Am 26. Juli ist der Preis von Bitcoin über die Marke von 10.000 Dollar gewandert und konnte sich dort – anders als bei den Ausrissen davor – nun knappe sechs Wochen darüber halten. Drei Mal wurde in der Zeit auch die Marke von 12.000 Dollar geknackt, aber immer nur für kurze Zeit. Nun ist der Bullrun vorbei. Am frühen Nachmittag am Dienstag ist BTC nun wieder unter die 10.000 Dollar gefallen.

Der Rückgang des BTC-Preises geht mit den Bewegungen an den Börsen einher. Wie berichtet ist Beobachtern zufolge an der NASDAQ gar eine kleine Tech-Blase geplatzt, als Ende vergangener Woche die Preise von Tech-Riesen wie Apple oder Tesla deutlich einsackten. Dem unglaublichen Wachstum der Tech-Aktien mitten im Krisenjahr 2020 wurde nun vorerst ein Ende beschert. Wer daran Schuld ist – ein Whale wie Softbank oder doch Kleinanleger, die über Apps wie Robinhood die Märkte mit Kaufordern fluteten, das ist aktuell Streitpunkt der Analysten (mehr dazu hier).

Tech-Aktien büßen ein

Die Abwärtsbewegung, die der NASDAQ 100 machte, setzt sich nun am Krypto-Markt, der sich bisher noch nicht von der Großwetterlage an den Börsen lösen konnte, fort. Neben BTC sind auch die Kurse von anderen Branchengrößen wie Ethereum zurückgegangen. ETH hat nach einem Zwei-Jahres-Hoch (Trending Topics berichtete) wieder einen Preis bei deutlich unter den 400 Dollar gefunden.

Die Marktkapitalisierung der an internationalen Exchanges gehandelten Kryptowährungen ist von einem Jahreshoch  am 1. September von etwa 390 Milliarden Dollar wieder auf derzeit etwa 320 Milliarden zurückgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr bzw. im Vergleich zu Jahresbeginn stehen Kryptowährungen heute aber nach wie vor gut da. Spannend wird nun, wie es weiter geht. Bevor Bitcoin dieses Jahr längerfristig über die 10.000-Dollar-Marke kam, brauchte es mehrere Anläufe.

Insgesamt ist zu beobachten, dass mit dem Herbst die Sorgen wegen der Weltwirtschaftskrise wieder zunehmen und neue Wellen des Coronavirus befürchtet bzw. bereits gesehen werden. Das drückt die Stimmung nun auch am Krypto-Markt. Dazu kommt Unsicherheit durch den DeFi-Trend. Wie man derzeit am Beispiel SushiSwap sieht, treiben wieder einmal zwielichtige Geister ihr Unwesen. Eine Welle wie während dem ICO-Hype 2017 konnte aber nicht ausgelöst werden.

Institutionelle Investoren am Vormarsch

Dass sehr viel Geld in den Kryptomarkt fließt, sieht man dieses Jahr vor allem daran, dass der Stablecoin Tether (USDT) ein sehr starkes Wachstum hingelegt hat. Das Marktvolumen ist von Anfang des Jahres von 4,1 auf nunmehr 14,2 Milliarden Dollar gewachsen. Da Tether gerne als Safe Haven bei Trades verwendet wird, deutet vieles darauf hin, das mehr neue Player in den Markt gekommen sind.

Und es sind nicht nur junge Retail-Kunden, die in den Markt kommen und an Exchanges traden, sondern auch immer mehr institutionelle Investoren. Die Wiener Börse hat es zuletzt über einen Partner und dessen ETPs (Exchange Traded Products) ermöglicht, dass Anleger direkt über ihre Depots in Bitcoin und Ethereum investieren können (Trending Topics berichtete).

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