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Neuerlicher Bitcoin-Crash: Nach dem Pump kommt – genau, der Dump

Bitcoin Bubbles. © Pixabay

Wie lange geht das noch gut, haben wir uns erst vor zwei Tagen gefragt? Nicht lange. Heute Donnerstag ist der Krypto-Markt nach starken Kurszuwächsen wieder ordentlich eingebrochen. Innerhalb von mehreren Stunden sind rund 60 Milliarden Dollar an Krypto-Marktkapitalisierung ausradiert worden, der Kurs von BTC ist auf deutlich weniger als 11.500 Dollar abgerutscht. Branchen-Medien schreiben wieder einmal von einem „Blutbad“, das an Exchanges stattgefunden hat.

Investoren waren offenbar nicht bereit, den Hype länger als ein paar Tage mitzumachen und flüchten sich derzeit wieder zurück in den umstrittenen Stablecoin Tether (USDT). Zuvor hat der Kurs von BTC innerhalb einer Woche von rund 9.300 Dollar auf zeitweise mehr als 13.000 Dollar zugelegt – vor allem, indem Krypto-Anleger viel USDT in BTC pumpten. Die 15.000-Dollar-Marke, die als die nächste Hürde galt, ist jetzt wieder weit entfernt.

Starke Aktivitäten auf Exchanges

Damit ist der Pump der letzten Tage erstmal wieder vorbei und könnte vielen Nutzern, die erst in den letzten Tagen gekauft haben, ordentliche Verluste eingebracht haben. Derzeit schrumpfen die Kurse von Bitcoin und vielen Altcoins um zweistellige Prozentzahlen im Vergleich zu den Werten vor 24 Stunden. Exchanges, die bei Trades Gebühren kassieren, dürften derzeit ordentlich Geld machen. Die Trade-Volumina explodieren aktuell, weil viele User versuchen, ihre Coins und Tokens während der steilen Talfahrt loszuwerden.

Der Preissturz von Bitcoin reisst aktuell auch viele andere Krypto-Assets mit sich. Ethereum (ETH) liegt nunmehr wieder bei knapp über 300 Dollar, Bitcoin Cash (BCH) sinkt Richtung 400 Dollar, und EOS ist unter die 6 Dollar gerutscht. Damit ist wieder einmal klar: So schnell wie es raufgeht, geht es auch wieder runter.

Neue Regulierungen kommen

Was den Pump und den Preissturz danach verursacht hat, darüber lässt sich wieder trefflich spekulieren. Viele Beobachter meinen, dass die Ankündigung von Facebook und Partnern, 2020 einen Stablecoin auf den Markt zu bringen, das Interesse an Kryptowährungen wieder angefacht haben könnte. Die Pläne rund um Libra haben derweil ordentlich Gegenwind bekommen, Notenbanken und Regulierungsbehörden sehen sich die Sache derzeit sehr genau an.

Zusätzlich steht der Branche in der EU mit der 5. Geldwäscherichtlinie eine neue Regulierung ins Haus. Wie berichtet werden sich etwa in Österreich, aber auch in anderen EU-Ländern die Betreiber bzw. Anbieter von Exchanges, Krypto-Wallets oder Handels-Plattformen bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) registrieren müssen.

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