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Bitcoin-Krise: Die Gründe für den Preissturz

Bitcoin & Cash. © Pixabay
Bitcoin & Cash. © Pixabay

Bitcoin rauscht weiter in den Keller. Innerhalb einer Woche hat die stärkste digitale Währung 33 Prozent ihres Werts eingebüßt und hält aktuell bei 3.050 Dollar. Ähnlich ging es Ethereum: Der Wert der prominenten ICO-Blockchain gab um 34 Prozent nach. Noch schlimmer erwischte es Bitcoin Cash mit 47 Prozent Verlust. Auch der Bitcoin-Bruder Litecoin verlor fast die Hälfte (47,5 Prozent) seines Wertes. Die Marktkapitalisierung alle Kryptowährungen zusammen taumelt unter 120 Milliarden Dollar – so wenig wie seit fünf Monaten nicht mehr.

Eines kann mit Sicherheit gesagt werden: Investitionen werden riskanter. Und die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Ende September müssen alle chinesischen Tauschbörsen schließen, die Bitcoin-Fiat-Handel anbieten. Kurzfristig wird der Preis radikal stürzen, langfristig bietet die Aussetzung des Handels aber aufgrund der Ankündigung der chinesischen Regierung, ICOs zu reglementieren, Chancen in punkto Rechtssicherheit und Stabilität.

 

Die Politik nimmt Notiz

Jede Initiative von Regierungen hat Auswirkungen auf den beinahe rechtsfreien Raum. Das (temporäre) chinesische ICO-Verbot, die staatlich verordnete Handelspause für die chinesischen Tauschbörsen sind erste Zeichen dafür, dass das Risiko steigen wird. Zwar wird sich der Handel auf andere Länder verlagern, aber die Verbote nicht ohne Wirkung auf die Marktkapitalisierung bleiben.

Regierungen wollen weltweit nicht tatenlos zusehen, wie ein 150-Milliarden-Dollar-Markt entsteht, der sich gänzlich ihrer Einflusssphäre entzieht. Neben China hat auch Hongkong angekündigt, ICOs besser zu regulieren. Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC plant ebenfalls regulatorische Schritte.

Investoren nahmen Gewinne mit

Während die negativen Meldungen vor allem Neueinsteiger beeinflussen, realisierten Whales (Groß-Investoren) an den psychologisch wichtigen Marken (BTC: 5.000 $ und ETH: 400 $) vor zwei Wochen Gewinne und cashten im großen Stil aus. Sobald der Preis den Boden erreicht hat, werden einige wohl wieder einsteigen.

Investmentbanken zeigen keine Euphorie

Trotz eines Anstiegs von über 400 Prozent im Jahresvergleich konnte die Skepsis großer Investmentbanken nicht verringert werden. Ein wichtiger Schritt für die Kryptowährungen wäre eine Euphorie-Welle unter institutionellen Anlegern gewesen. Doch die Großen warten auf rechtliche Sicherheit, die noch nicht gewährleistet ist. Dennoch: Viele Banken testen Blockchain-Lösungen für die eigenen Produkte.

Negative Berichterstattung

Neue Märkte, die in den Kinderschuhen stecken, wie jener der Kryptowährungen, sind vielen Bedenken und Skeptizismus ausgesetzt. Negative Presse sorgt für Vertrauensverlust und Wortspenden wie jene von JP Morgan-CEO Jamie Dillon („Bitcoin ist Betrug„) verunsichern zusätzlich. Jede Woche ziehen Analysten und Volkswirtschafter Parallelen zu einer der großen Krisen der vergangenen Jahrzehnte. Daraus resultiert, dass unerfahrene Kleinanleger den Optimismus verlieren und Panikverkäufe bei blutroten Chart-Verläufen den Markt zusätzlich schwächen.

Rechtssicherheit als langfristiges Ziel

Solange die Kryptowährungen als Konkurrenz (Banken) oder Gefahr (Zentralbanken) angesehen werden, wird das Potenzial des digitalen Geldes nicht freigesetzt. Dafür bedarf es globaler Rechtssicherheit für den Handel mit Bitcoin und Co.

Editors Note: Investments in Krytocoins oder Token sind hoch spekulativ und der Markt ist weitestgehend unreguliert. Jeder, der Aktivitäten in Erwägung zieht, sollte in Betracht ziehen, dass sein komplettes Investment verloren gehen könnte. 

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