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BioTech-Startup myBioma gewinnt i2b Regionalprämierung Niederösterreich

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, die myBioma-Gründer Nikolaus Gasche und Barbara Sladek und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger bei der Verleihung des i2b-Regionalpreises. © NLK / Filzwieser
WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, die myBioma-Gründer Nikolaus Gasche und Barbara Sladek und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger bei der Verleihung des i2b-Regionalpreises. © NLK / Filzwieser

Am gestrigen Donnerstag fand die i2b-Regionalprämierung in Niederösterreich statt, aufgrund der Corona-Pandemie heuer erstmals ausschließlich online. Ausgezeichnet wurden die besten niederösterreichischen i2b-Businesspläne des Jahres 2019. Vier Startups aus Niederösterreich standen im Finale, durchsetzen konnte sich schließlich myBioma aus Langenzersdorf. Die Preisverleihung erfolgte durch Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

„Startups sind in Niederösterreich willkommen“

Das Programm war straff durchgeplant und startete mit begrüßenden Worten von Landesrat Jochen Danninger, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Doris Agneter von tecnet, Michael Moll vom Gründerservice accent und Emanuel Bröderbauer von i2b.  „Niederösterreich ist ein Gründerland. Immer mehr – auch junge – Menschen zeigen den Mut und die Entschlossenheit, selbst unternehmerisch tätig zu sein“, betonte Landesrat Jochen Danninger bei der Begrüßung. „Das zeigt sich auch beim größten österreichweiten i2b-Business-Wettbewerb, wo Niederösterreich immer wieder Sieger und Preisträger hervorbringt. Grundlage dafür ist die durchgängige Begleitung, die bei der Gründung besteht. Beginnend mit dem Creative-Pre-Incubator-Programm an den niederösterreichischen Fachhochschulen über das Riz-up Gründerservice und dem Technologie-Inkubator accent, bis hin zum Venture Capital-Fonds der tecnet bieten wir ein sehr spezialisiertes und effizientes Unterstützungsprogramm an.“

i2b: 1704 Businesspläne 2020

Doris Agneter schlug in eine ähnliche Kerbe: „Wir haben als tecnet eine 15-jährige Geschichte mit der i2b und seit jeher eine sehr gute Zusammenarbeit. Startups haben einen großen Stellenwert in Niederösterreich. Das Tolle am Arbeiten mit Startups ist, dass es immer etwas Neues ist – seien es die Ideen oder die Menschen. Umso mehr freut es mich, dass wir mit i2b eine weitere Möglichkeit haben, auf das Gründen aufmerksam zu machen, junge Leute zu motivieren und Erfolgsmodelle vor den Vorhang holen zu können.“

Wolfgang Ecker zeigte sich „sehr stolz“ auf das Gründerservice: “ Wir sind sehr erfreut, dass die Gründungszahlen auch heuer stimmen. Das zeigt, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer nicht so leicht abhalten lassen.“ Und weiter: „Junge Unternehmen schaffen neue Vernetzungen, sorgen für neue Ideen und Produkte und geben dem Wirtschaftsstandort Niederösterreich damit zusätzliche Dynamik“, so Wolfgang Ecker. „Mit dem WKNÖ-Gründerservice als Ansprechpartner Nummer 1 für Gründerinnen und Gründer und unserer neuen ‚StartupNOW‘-Initiative sorgen wir für Insider-Tipps und passende Beratungen für Niederösterreichs Startups.“ 

Das bestätigte wiederum Emanuel Bröderbauer: „Für uns war 2020 alles andere als ein gewöhnliches Wettbewerbsjahr. Wir haben uns auch gefragt, wie sich das Ganze auf die Gründungen in Österreich auswirkt und wie viele Businesspläne erstellt werden. Ein dreiviertel Jahr später haben wir positive Antwort: Wir konnten 1704 Businesspläne ansammeln. Das ist nicht nur eine starke Steigerung zum Vorjahr (1261 Businesspläne, Anm.), sondern bedeutet auch einen Allzeitrekord.“

Die Startups

Nominiert waren folgende Startups:

Ikonity: Matthias Dollfuss und Elena Vacano haben die Online-Plattform Ikonity entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Marktplatz, der nachhaltig produzierten Modelabels eine Vertriebsplattform bieten soll. Für Kunden gibt es ein breites Angebot an modischen und nachhaltigen Designs. Die Plattform vernetzt außerdem Designer, Materiallieferanten und Produktionsstätten miteinander.

Marschpat: Patrick Rupprecht, Carina Eigner und Markus Wenzl lösen ein Problem am Nischenmarkt der Blasmusik. Sie digitalisieren die Massen an Notenmaterial, die Musiker bisher in Form schwerer Notenbücher mitschleppen mussten. Der Marschpat E-Ink-Reader ist leicht und kann einfach direkt am Instrument befestigt werden. Erst im Juni hat sich Marschpat in einer Seed-Runde die Investoren Michael Altrichter, startup300 sowie Markus Tröscher an Bord holen können.

myBioma: Das BioTech-Startup von Barbara Sladek und Nikolaus Gasche aus Niederösterreich hat einen Selbsttest für die Analyse der Darmflora entwickelt. Nutzer können dafür eine Stuhlprobe von zu Hause einschicken und erhalten dann online die Ergebnisse. So soll man herausfinden können, welche der über 1000 Bakterienarten im eigenen Darm leben und wie sich diese auf die Gesundheit auswirken. Auch myBioma sicherte sich im Sommer ein sechsstelliges Investment.

Doing Circular: Das Startup beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Kunststoffrecycling und Kunststoffproduktion. Plastikabfälle werden in neue und innovative Produkte verwandelt, so etwa Schulbedarfsartikel wie Lineale oder Schultaschen. Gegründet wurde es von Sören Lex, Raphaela Egger, Florian Mikl und Boris Rauter. Zuletzt sorgte man mit der Produktion von Gesichtsschildern für mediales Aufsehen.

Preise und Auszeichnungen

Den dritten Platz konnte Iconity belegen. „Ich freue mich sehr, virtuell einen Scheck von 500 Euro überreichen zu können“, sagte Doris Agneter. Der zweite Platz ging an Marschpet aus Wiener Neustadt. 800 Euro gingen an das Team von Patrick Rupprecht, Carina Eigner und Markus Wenzl. Den ersten Platz sicherte sich myBioma. „Verdiente Sieger, toll was ihr in den letzten Jahren auf die Beine gestellt habt“, sagte Landesrat Danninger. Doing Circular ging auch nicht leer aus, im Gegenteil: Das Startup bekam den Spezialpreis für Social Businesses, dotiert mit 1.000 Euro.

i2b-Wettbewerb: Das sind die besten Vorarlberger Businesspläne 2019

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