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Binance USD: Rivale von Tether und USDC schafft es in die Top 10 der Krypto-Charts

© Binance
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Die Top-10-Charts der größten Krypto-Assets nach Marktkapitalisierung haben einen Neuzugang: Binance USD, kurz BUSD. Dabei handelt es sich um einen Stablecoin, der als Alternative zum kontroversen Marktführer Tether (USDT) und dem Zweitplatzierten USD Coin (USDC) positioniert wird. Noch ist BUSD mit einer Marktkapitalisierung von 11 Milliarden Dollar noch deutlich kleiner als USDT (46 Mrd. Dollar) und USDC (27 Mrd. Dollar), doch steigt stark an. Seit Jänner 2021 ist die Marktkapitalisierung von einer auf nunmehr eben 11 Milliarden Dollar rasant gestiegen.

Hinter BUSD steckt, kein Wunder, die weltweit führende Krypto-Exchange Binance. Zwar gibt es laut Binance einige kleinere Exchanges wie Coincase (sic!) oder McAfeeDex (sic!!), wo BUSD auch gehandelt wird, aber die Statistik zeigt unweigerlich: BUSD-Handel findet fast ausschließlich bei Binance statt. Ähnlich wie Tether oder USD Coin (dahinter stecken Coinbase und der Börsenanwärter Circle, mehr dazu hier) wird BUSD als digitaler Dollar-Ersatz von Tradern verwendet, um schnell in andere Krypto-Assets investieren zu können und nicht ständig in Fiat wechseln zu müssen.

Punkten will Binance mit BUSD vor allem in einer Hinsicht: BUSD seit ein „hoch regulierter“ Stablecoin, der 1:1 durch Cash oder Cash-Äquivalente (v.a. US-Staatsanleihen) gedeckt sei. Binance, das nun nicht unbedingt als Vorbild in Sachen Regulierung gilt, hat sich für die Umsetzung von BUSD den Partner Paxos an Bord geholt. Dieser bietet Firmen „Stablecoin as a Service“ an und hat sich mit der Krypto-Exchange den derzeit größt möglichen Kunden für diesen Dienst geschnappt.

Binance: Undurchsichtige Exchange als großes Fragezeichen der Krypto-Industrie

Partner Paxos greift USDT und USDC an

Während Binance-Chef Changpeng „CZ“ Zhao derzeit eher ruhig bleibt, was die Themen Compliance angeht, hat Geschäftspartner Paxos ordentlich gegen konkurrierende Stablecoins ausgeholt. „Weder USDC- noch Tether-Token sind Stablecoins, und zwar nicht nur dem Namen nach. Diese Token sind mit illiquiden und riskanten Schuldverschreibungen unterlegt – eine kritische Schwäche, die keine Aufsichtsbehörde zulassen würde, da dies ein unangemessenes Risiko für ihre Kunden schafft“, verlautbarte Dan Burstein, Chief Compliance Officer bei Paxos, vor kurzem. Weltweit gebe es genau drei regulierte Stablecoins, und zwar Paxos Standard (“PAX”) und Binance Dollar (“BUSD”), die beide von seinem Arbeitgeber Paxos Trust Company herausgegeben werden, und der Gemini Dollar (“GUSD”).

Während PAX und GUSD untergeordnete Rollen im Krypto-Business spielen, hat Paxos mit BUSD nun einen gewichtigen Player im Rennen, der nun sogar in den Top 10 der Krypto-Charts gelandet ist. Regulatorisch wird das noch spannend werden. Denn US-Finanzministerin Janet Yellen forderte bereits von Regulierungsbehörden ein, dass man in Sachen Stablecoins tätig werden sollte. Im Rennen mit USDT und USDC rechnen sich Paxos und Binance einen Vorteil aus – mittlerweile ist sogar von einem Börsengaqng von der US-Tochter Binance.US die Rede.

„Weder USDC noch Tether sind Stablecoins“: Streit um Krypto-Assets verschärft sich

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