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Binance Smart Chain soll mit einer Milliarde Dollar aufgepumpt werden

Binance-CEO Changpeng "CZ" Zhao. © Binance
Binance-CEO Changpeng "CZ" Zhao. © Binance

Liegt die Zukunft der derzeit weltgrößten Krypto-Exchange im Geschäft mit Krypto-Tradern -oder vielleicht doch eher im Geschäft mit den Entwicklern von dezentralen Anwendungen, gemeinhin DApps genannt? Wenn man die Geldmengen, die Binance zufolge in den nächsten Jahren in eben diese Projekte investiert werden sollen, in Betracht zieht, dann lautet die Antwort wohl: eher Zweiteres.

Denn soeben hat Binance, weltweit ins Visier der Behörden geraten, angekündigt, satte eine Milliarde Dollar über einen Growth Fund in das Ökosystem seiner Binance Smart Chain (BSC) stecken zu wollen. BSC ist eine Art Ethereum-Konkurrent, der mit einer hohen möglichen Zahl an Transaktionen und niedrigen Gebühren DApp-Entwickler anlocken will, wobei allerdings die Dezentralisierung der Blockchain mit lediglich 21 Validatoren mehr als fraglich ist (mehr dazu hier).

„Keine Zensurresistenz“: Kritik an fehlender Dezentralisierung der Binance Smart Chain

Mehr DApps sollen folgen

Aber sei es drum, Binance rund um CEO Changpeng „CZ“ Zhao will BSC zu einem der größten Blockchain-Ökosysteme ausbauen. Dazu sollen 100 Millionen Dollar in die Entwicklung von Talenten gesteckt werden – also unter anderem auch in die Ausbildung von Krypto-Investoren oder Developer-Programme an Universitäten. Weitere 300 Millionen soll in ein Inkubationsprogramm fließen, und 500 Millionen Dollar dienen als Direkt-Investment in die besten Projekte für dezentralisierte Datenverarbeitung, Spiele, Metaverse, virtuelle Realität, künstliche Intelligenz und Finanzdienstleistungen.

Auch interessant: Die Krypto-Projekte, in die investiert werden soll, müssen dabei nicht ausschließlich auf BSC laufen, sondern es soll generell Blockchain-Infrastruktur finanziert werden. Bisher sind auf BSC Binance zufolge rund 900 DApps entstanden, von denen aber nur einige wenige (z.B. PancakeSwap) wirklich bekannt sind. Bisher wurden dem nicht wirklich greifbaren Unternehmen zufolge rund 100 Millionen Dollar in dieses Ökosystem investiert.

Profitiert indirekt der BNB-Token?

Generell sind solche Investments in Projekte und Startups, die sich der hauseigenen Blockchain bedienen, bei Smart-Contracts-Plattformen gang und gäbe. Projekte wie Solana oder Cardano brauchen viele DApp-Entwickler, um die Blockchains auch wirklich zum Einsatz zu bringen, und bei Binance ist das für die Smart Chain nicht anders. Es sei das „größte Finanzierungsprogramm seiner Art in der gesamten Kryptowährungsbranche“.

Indirekt profitiert Binance natürlich davon. Denn für die Transaktionen auf der BSC werden die BNB-Token als Zahlungsmittel verwendet – und je mehr diese verwendet werden, desto gefragter sind sie auch – was in der Theorie in einem höheren Preis resultiert. Die Ankündigung von Binance, sehr viel mehr Geld ins BSC-Ökosystem zu investieren, hat aber bis dato noch nicht für einen Höhenflug von BNB gesorgt.

Binance: Undurchsichtige Exchange als großes Fragezeichen der Krypto-Industrie

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