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Binance: Krypto-Exchange will eine Milliarde Dollar in Blockchain-Startups investieren

Binance-CEO Changpeng Zhao. © Binance
Binance-CEO Changpeng Zhao. © Binance

Der Betrieb einer Handels-Plattform für Krypto-Assets scheint ordentlich viel Geld abzuwerfen. Heute hat Binance, der nach Handelsvolumen größte Krypto-Exchange der Welt mit Sitz in Hongkong, bekannt gegeben, satte eine Milliarde Dollar in Krypto- und Blockchain-Startups investieren zu wollen. Dabei ist damit zu rechnen, dass diese Investments nicht vorrangig mit Fiatgeld, sondern mit Binance-Coins gemacht werden. Diese hat Binance selbst ausgegeben und haben derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 1,6 Milliarden US-Dollar.

Die Initiative, die Binance setzt, verfolgt mehrere Strategien. Über den „Community Influence“ -Fonds will man direkt in Startups aus dem Krypto-Bereich investieren, außerdem will man sich auch an anderen Fonds beteiligen, die in der Branche tätig sind. Schließlich soll es noch einen „Ecosystem Fund“ geben. Wie viel Kapital jeweils in die Hand genommen wird, ist derzeit noch nicht öffentlich, weitere Informationen sollen aber bald folgen.

Spannend auch für Europa

Erste Investments, die Binance getätigt hat, wurden ebenfalls publik gemacht. So wurden wie berichtet rund 30 Millionen Dollar in das Startup MobileCoin gesteckt. Das neue Projekt von Moxie Marlinspike, Gründer der verschlüsselten Messaging-App Signal, hat es sich zum Ziel gesetzt, digitales Geld zu entwerfen, mit dem man möglichst einfach unterwegs per Smartphone bezahlen kann. Auch wurde in Dache Chain investiert, ein chinesisches Startup, das einen Blockchain-basierten Fahrten-Vermittler ähnlich Uber plant. Hinter Dache Chain steckt Gründer Chen Weixing, der zuvor den Uber-Rivalen Kuaidi Dache (heute besser bekannt als Didi Chuxing) ins Leben rief.

Für Europa könnte Binance eine wichtige Firma werden. Denn der in Hongkong ansässige Exchange erwägt, seinen Hauptsitz nach Malta zu verlegen, nachdem ihm der Betrieb in Japan untersagt wurde. Die Mittelmeerinsel ist auch eine Option für OKEx, das Wiener Startup Herosphere oder das Grazer Blockchain-Projekt Artis – alle sehen in Malta attraktive rechtliche Rahmenbedingungen, um von dort aus mit einer Lizenz europaweit Blockchain-basierte Dienste anbieten zu können.

Immer mehr Krypto-Investoren

Der Schritt von Binance passt ins Bild. Große Player der Krypto-Szene wollen ihr verdientes Kapital nach dem Hype Ende 2017 und Anfang 2018 und der aktuellen Flaute an den Krypto-Märkten investieren, um das Ökosystem zu befeuern. Kürzlich startete Ripple mit Xpring eine Initiative, um in Krypto-Startups zu investieren. ConsenSys von Ethereum-Mitgründer Joseph Lubin investiert in Ethereum-Startups. Außerdem will block.one – die Firma hinter EOS.io – ebenfalls eine satte Milliarde Dollar in Blockchain-Projekte stecken (Trending Topics berichtete). Beim ICO für EOS.io hat block.one umgerechnet vier Milliarden Dollar eingenommen.

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