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Berliner Cashflow-Management-Startup Airbank sammelt 2,5 Millionen Euro ein

Airbank-Gründer Patrick de Castro Neuhaus und Christopher Zemina © Airbank
Airbank-Gründer Patrick de Castro Neuhaus und Christopher Zemina © Airbank

In einer Seed-Finanzierungsrunde konnte das erst im März gegründete Berliner Cashflow-Management-Startup Airbank eine Summe von 2,5 Millionen Euro einsammeln. Auf der Plattform der Jungfirma sollen Startups und KMU in ganz Europa alle ihre Geschäftskonten und Finanzdaten an einem Ort vereinen können. Eine API-Schnittstelle soll bestehende Konten verbinden. Das soll eine „reibungslose Liquiditätskontrolle und -planung“ ermöglichen und den Zahlungsverkehr vereinfachen. Airbank will gezielt Unternehmen ansprechen, die mit den Online-Banking-Lösungen ihrer Hausbank unzufrieden sind.

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„Nahtlose Integration mit Banken“

“Open Banking ermöglicht nahtlose Integrationen mit Banken, die wir nutzen, um neue Banking- und Zahlungslösungen zu entwickeln. Unsere Vision ist die Reduktion von Komplexität und die Schaffung einer gesamtheitlichen Plattform für alle Finanzen eines Unternehmens“, erklärt Christopher Zemina, Mitgründer und CEO von Airbank. Zemina war zuvor beim Venture Capital Speedinvest tätig, das auch zu den Airbank-Investoren gehört. Gemeinsam mit Patrick de Castro Neuhaus hat er das Startup ins Leben gerufen.

Die Airbank-Plattform verfügt laut den Gründern über eine Suchfunktion, mit der Kunden Umsätze und Kostenstellen kontoübergreifend finden können. Die Benutzeroberfläche ist von Neobanken wie N26 und Revolut inspiriert und soll besonders einfach zu benutzen sein. Unternehmen können benutzerdefinierte Berechtigungen für einzelne Teammitglieder festlegen, um die höchste Sicherheit für Daten- und Zahlungszugriff zu gewährleisten. Es gibt eine kostenlose Version der Plattform, die aber nur jeweils einen User und die Verbindung von zwei Konten erlaubt. Ein Premium-Account für 29,90 Euro pro Monat lässt dagegen die Nutzung durch Teams zu und die Verknüpfung von unlimitierten Bankkonten zu.

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Airbank identifiziert Engpässe frühzeitig

Durch die Software von Airbank erhalten Unternehmen einen Echtzeit-Überblick über ihre Liquidität. Transaktionen sollen sich automatisch kategorisieren und sich manuell verändern lassen. Das soll die Liquiditätsanalyse und -prognose deutlich vereinfachen. Dabei hilft Airbank, mögliche finanzielle Engpässe frühzeitig zu identifizieren. Das soll besonders für KMU, die durch die Corona-Pandemie stark betroffen sind, von Bedeutung sein.

Airbank unterstützt derzeit die Anbindung an mehr als 2.000 Banken in Europa, darunter auch die Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen und Volksbanken, sowie die größten Neobanken. Die Seed-Finanzierungsrunde führt das Investmentunternehmen New Wave an. Ebenfalls beteiligt sind Speedinvest, Tiny VC sowie zahlreiche Angel-Investoren, darunter Cris Conde, Executive in Residence bei Accel. Mit dem neuen Kapital will Airbank zur „weltweit modernsten Multibanking-Plattform für Startups und KMU“ werden. Vor allem in die Produkt- und Marktentwicklung will die Jungfirma investieren.

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