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Berlin, du geile Gründerstadt!

N26. Soundcloud. Delivery Hero. Zalando. Auto1. HelloFresh. Relayr. Und so weiter und so fort. Schon beim Aufzählen bekannter Startups und Internet-Unternehmen wird klar: Berlin ist eine geile Stadt für Gründer. Mehr als 1.000 Startups gibt es in der deutschen Hauptstadt, also nicht ganz so viele wie in ganz Österreich (ca. 1.500). Nach London ist Berlin der Startup-Hotspot Nummer 1 in Europa, in keine andere europäische Stadt außer London floss so viel Risikokapital wie nach Berlin.

Eine Milliarde Euro Risikokapital

233 VC-Deals haben Berliner Startups laut dem Beratungsunternehmen E&Y 2017 abgeschlossen und haben damit rund eine Milliarde Euro Kapital aufgenommen. Laut dem Startup Monitor Berlin stemmen mehr als die Hälfte aller Finanzierungsrunden über 1 Million Euro. Und mehr als 40 Prozent der Startups machen auch mehr als eine Million Euro Umsatz im Jahr.

Damit ist Berlin die mit Abstand beste Stadt für Gründer im deutschsprachigen Raum und hängt Wien, Zürich, Hamburg oder München locker ab. Der Ruf der Stadt eilt ihr voraus – vergleichsweise günstige Mieten, viele junge Talente, große Vorbilder und ein lebendiges Ökosystem aus Business Angels, VCs, Corporates und Coworking Spaces lockten auch österreichische Gründer wie Valentin Stalf und Maximilian Thayental (N26), Sofie Quidenus-Wahlforss (omni:us) oder das byrd-Team in die Stadt an der Spree.

Doch warum ist Berlin eigentlich so geil für Gründer? Für unsere erste Video-Reportage sind wir nach Berlin geflogen und haben bei den Machern von Coworking Spaces, bei Business Angels und bei Inkubatoren nach den Erfolgsfaktoren gesucht. Und: Wir haben Berliner auch gefragt, ob sie österreichische Startups kennen.

Internationale Talente lieben Berlin

Rund 28 Mitarbeiter haben Berliner Startups im Schnitt. Wer in hier ein Startup gründet, hat es auch vergleichsweise leicht, gute Mitarbeiter zu finden. “Es gibt bei der Personalsuche die Möglichkeit, internationale Talente zu finden”, sagt Sandrine Perrier von dem Hub Factory, wo 300 Startups untergekommen sind. Das sieht auch Axel Menneking so, der mit dem Hub:Raum den Startup-Hub der Deutschen Telekom leitet: “Berlin ist eine attraktive Stadt mit relativ niedrigen Lebenskosten und Talente und Kreative werden genau davon angezogen”.

Zukunft B2B

Die Zukunft der Berliner Startup-Szene sieht Business Angel Christoph Räthke im B2B-Bereich, wo in ganz Deutschland bereits drei Viertel aller Startups hineinfallen. “Da gibt es ganz viele Industrielösungen, Hardware, aber auch DeepTech und Blockchain – da passiert unglaublich viel”.

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