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Energieunternehmen fordern Wegfall der Umsatzsteuer für neue Elektroautos

Volle Ladung. © Pixabay
Volle Ladung. © Pixabay

Die Regierungsverhandlungen zwischen der ÖVP und den Grünen haben gerade erst begonnen, und schon melden sich erste Organisationen mit Forderungen an eine mögliche künftige Regierung. So etwa auch der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ), zu dessen Mitgliedern elf große Energieversorger des Landes (u.a. EVN, Salzburg AG, KELAG, Wien Energie, Energie Steiermark oder Linz Strom) gehören. In einem 5-Punkte-Katalog wird unter anderem der Wegfall der Umsatzsteuer bei Neukauf eines Elektroautos gefordert.

„Um Elektromobilität voll massenmarkttauglich zu machen, müssen wir jetzt die gesetzlichen Hürden beseitigen und dringend notwendige Rahmenbedingungen raschest in Angriff nehmen“, so Ute Teufelberger, Vorsitzende des BEÖ. E-Mobilität sei der nachhaltige Weg für die angestrebte Mobilitätswende – und deswegen muss es für Konsumenten vor allem günstiger werden, sich ein Elektroauto zu kaufen.

„Umstieg muss sich finanziell lohnen“

„Damit E-Autos auch für den breiten Markt attraktiv werden, muss sich der Umstieg auch finanziell lohnen“, heißt es. Daher empfiehlt der BEÖ eine Befreiung von der Umsatzsteuer bei Neukauf eines E-Autos, um die zum Teil sehr großen Preisunterschiede zwischen einem Verbrenner und einem E-Fahrzeug auszugleichen. Vorgeschlagen wird die Umsatzsteuer bis zu einem Anteil von 20 Prozent der jährlichen mehrspurigen Fahrzeugneuzulassungen bzw. bis zum 31. Dezember 2024 entfallen zu lassen. Der Entfall der Umsatzsteuer würde Elektroautos deutlich günstiger machen. E-Autos sind derzeit noch deutlich teuer als Autos mit Verbrenner.

Diese staatliche Entlastung soll, so wünscht es sich der BEÖ, zusätzlich zu der Ankaufprämie kommen, die es bereits gibt. 2019 und 2020 gibt es eine Förderung beim Kauf eines Elektro-Pkw mit reinem Elektroantrieb oder eines Brennstoffzellenfahrzeuges von bis zu 3.000 Euro. Modelle mit einem Brutto-Listenpreis (Basismodell ohne Sonderausstattung) von mehr als 50.000 Euro sowie Plug-in-Hybride und Range Extender mit Dieselantrieb sind von der Förderung ausgeschlossen. Wie dieser Entfall der Umsatzsteuer finanziert werden könnte, dazu gibt es derzeit keine konkreten Vorschläge.

Neben dem Entfall der Umsatzsteuer wünscht sich der BEÖ außerdem einheitliche Förderungen für Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Bestandswohnanlagen, eine gesetzliche Anpassung des Umsatzsteuergesetzes auf EU-Ebene um E-Roaming (also grenzüberschreitendes Bezahlen von Ladestationen) zu erleichtern, sowie die Elektrifizierung von Busse, Taxis und Mietwagen. Spannend wird nun, ob eine künftige Regierung diesen Vorschläge in ein Regierungsprogramm einfließen lässt.

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