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2 Minuten 2 Millionen

Beltys: Dieses Tiroler Startup hilft beim Tragen schwerer Lasten

Beltys im Pitch bei "2 Minuten 2 Millionen" © Gerry Frank
Beltys im Pitch bei "2 Minuten 2 Millionen" © Gerry Frank

Eine schwere Einkaufstasche in der einen, Kinder an der anderen Hand und der Autoschlüssel irgendwo versteckt: So beschreibt Elke Jung auf ihrer Homepage einen der Momente, die sie zur Gründerin machten. Die Tirolerin war es leid, schwere Lasten zu tragen und ihrem Körper dabei „ungesunde Verrenkungen“ zuzumuten.

Jung entwickelte Beltys, einen Tragegurt, mit dem Nutzer an beide Enden einzelne Lasten wie Gießkannen oder größere Dinge wie Wäschekörbe oder Einkaufskisten hängen können. Der Gurt sitzt gekreuzt über den Schultern und soll die Muskeln entlasten sowie die Wirbelsäule schonen. So sollen Nutzer schwere Lasten besser tragen können, während sie die Hände frei haben.

Beltys entstand aus einem Saxophongurt

„Tragegurte, die es bisher zu kaufen gibt, haben nur eine einzelne Funktion“, erklärt Gründerin Jung gegenüber Trending Topics und verweist beispielsweise auf Gurte, mit denen man Babies oder Instrumente tragen kann. Jung begann zu experimentieren: „Angefangen habe ich mit einem Saxophongurt, den ich mit Sicherheitsnadeln und Karabiner ergänzt habe.“ Dann habe sie Rucksäcke zerschnitten und Teile getestet, bis sie schließlich den Beltys-Protoypen entworfen hatte.

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Jung kommt eigentlich aus der Touristik

Einen Hintergrund als Orthopädin oder Medizinerin hat Jung nicht. Die gelernte Touristik-Fachfrau hat sich nach eigenen Angaben Hilfe von externen „Profis anderer Berufssparten“ gesucht, um sicherzugehen, dass der Gurt einsetzbar ist: „Er wurde immer wieder adaptiert, verbessert und schließlich zum Kauf angeboten.“ Hergestellt werde das Produkt in Tirol.

„2019 wird spannend“

Bislang wird Beltys, den es ab rund 30 Euro zu kaufen gibt, etwa im hauseigenen Onlineshop oder in einer handvoll Geschäfte vertrieben, seit Herbst 2018 konnte Jung so nach eigenen Angaben fast 400 Stück verkaufen. Währenddessen arbeite sie an neuen Versionen für den Gurt und entwickle eine Tasche, sagt die Gründerin, die hofft, dieses Jahr erste Mitarbeiter einstellen zu können: „2019 wird spannend.“

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