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Bei Erste Bank und N26 gestartet: So funktioniert Apple Pay in Österreich

Mit Apple Pay am NFC-Terminal bezahlen. © Apple
Mit Apple Pay am NFC-Terminal bezahlen. © Apple

Lange haben Apple-Fans gewartet, heute ist es endlich so weit: Die Bezahl-Funktion Apple Pay startet nach ersten Ankündigungen heute in Österreich. Zu den Partnern des Dienstes, den es bereits seit 2014 gibt, zählen einige, aber nicht alle Banken in Österreich. Im Laufe des Tages sollen Nutzer auf die Funktion zugreifen können. Im Trending Topics-Test konnten Bank- und Kreditkarte bereits zur Wallet-App von Apple hinzugefügt werden.

Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

1. Welche Banken unterstützen Apple Pay in Österreich?

Zum Start folgende:

  • Erste Bank & Sparkassen
  • N26

Weitere Banken sollen bald folgen, und zwar:

  • Bank Austria
  • boon
  • Revolut
  • Edenred
  • VimPay

2. Welche Geräte unterstützen Apple Pay?

  • iPhone-Modelle mit Face ID
  • iPhone-Modelle mit Touch ID (außer iPhone 5s)
  • iPad Pro, iPad Air, iPad und iPad mini mit Touch ID oder Face ID
  • Apple Watch Series 1 und 2 und neuer
  • Mac-Modelle mit Touch ID
  • Mac-Modelle, die 2012 oder später eingeführt wurden, in Kombination mit einem Apple Pay-fähigen iPhone oder einer Apple Pay-fähigen Apple Watch

Apple hat in Österreich einen Marktanteil von rund 20 Prozent. Das Gros der österreichischen Smartphone-Nutzer kommt damit nicht in den Genuss des Bezahldienstes, da der Service auf Android nicht verfügbar ist.

3. Wie richtet man Apple Pay ein?

Die Bankkarte muss in der Wallet-App auf dem Gerät hinzugefügt werden, außerdem muss man in den Apps der Partnerbanken Einstellungen vornehmen, damit es funktioniert. Man kann in Österreich Maestro-, Mastercard- und Visa-Karten hinzufügen – insgesamt also Kredit-, Debit- und Prepaidkarten nationaler Banken, die Partner sind.

4. In welchen Geschäften kann man mit Apple Pay bezahlen?

Überall dort, wo es NFC-Terminals gibt, an denen man schon bisher mit NFC-fähigen Bankomatkarten bezahlen konnte. In Österreich sind nahezu alle großen Supermarktketten und Läden sowie zehntausende kleine Geschäfte und Lokale mit NFC-Terminals ausgestattet.

Zu den Geschäften zählen Billa, Merkur, Hofer, Bipa, Starbucks, Burger King, Humanic, Metro, Saturn, Lidl, MediaMarkt, McDonald’s oder Penny.

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5. Kann man mit Apple Pay auch online zahlen?

Ja – zumindest in jenen Online-Shops, die die Funktion integriert haben. Voraussetzung dafür ist die Nutzung eines MacBook (plus Safari) mit dem Fingerabdrucksensor Touch ID, um die Transaktion bestätigen zu können. Auf einem Mac ohne Touch-ID braucht man ein iPhone oder eine Apple Watch zur Bestätigung. In Apples hauseigenem Online-Shop etwa kann man die Bezahlfunktion verwenden.

In den Apps von Adidas, Booking.com, easyJet, etsy, GetYourGuide, Flixbus, Ryan Air oder Hotel Tonight wird Apples Bezahlfunktion ebenfalls integriert.

6. Kann man mit Apple Pay Freunden Geld schicken?

Prinzipiell ja, allerdings vorerst nur in den USA. Denn wenn man Geld via iMessages an jemanden anderen sendet, dann landet es auf der Apple Card, die bisher nur in den Vereinigten Staaten verfügbar ist. Von dort können Nutzer das Geld ausgeben oder es sich auf das eigene Bankkonto überweisen.

7. Speichert Apple, was ich wo kaufe?

Dem Unternehmen zufolge nicht. „Wenn du etwas kaufst, benutzt Apple Pay eine gerätespezifische Nummer zusammen mit einem einzigartigen Transaktionscode. So wird deine Karten­nummer nie auf deinem Gerät oder Apple-Servern gespeichert und Apple teilt sie beim Bezahlen auch niemals mit den Händlern“, heißt es seitens Apple.

Apple sendet allerdings Daten wie Geräte-ID, Telefonnummer oder Standort zum Zeitpunkt der Aktivierung an den Kartenanbieter, um die berechtigung der hinzugefügten Karte zu bestimmen und Betrug zu vermeiden. Anbieter von Apps, Webseiten-Betreiber und Händler wird auch die Postleitzahl zur Verfügung gestellt, damit diese Steuern und möglicherweise anfallende Versandgebühren berechnen können.

8. Wie viel kostet die Nutzung von Apple Pay?

Für den Endkonsumenten ist die Nutzung ohne Aufpreis. Doch von der Transaktionssumme bekommt Apple vom Händler einen kleinen Anteil, der von Land zu Land unterschiedlich ist, aber meistens unter 0,15 Prozent liegt. Außerdem müssen Banken eine jährliche Gebühr pro Karte an Apple entrichten, die mit Apple Pay verknüpft wurde.

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9. Was bringt Apple Pay?

iPhone-Nutzer können künftig theoretisch ohne Bankkarte außer Haus gehen und in Shops mit NFC-Terminals bezahlen – vorausgesetzt natürlich, das iPhone hat noch Akku. Da Bargeld in Österreich noch stark genutzt wird, wird man aber nicht umhin können, die Karte trotzdem weiter bei sich zu tragen, um bei Bankomaten Geld abzuheben.

10. Gibt es Alternativen?

Für Android-Nutzer gibt es eine Reihe von Apps, mit denen man die Bankomatkarte aufs Smartphone bringen kann – etwa von Bank Austria, Raiffeisen, Bawag PSK, Oberbank, Sparkasse oder Hypo. Außerdem gibt es mit Bluecode eine mobile Bezahllösung für iPhone und Android, die aber nicht via NFC, sondern über den Scan eines Strichcodes funktioniert.

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